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Wenn Sie Ihren Urlaub das erste Mal auf einem Stellplatz verbringen, sollten Sie sich vorher über Regeln und ungeschriebene Gesetze informieren. So funktioniert das friedliche und meist freundschaftliche Zusammenleben mühelos. Schnell die Abkürzung durch den Vorgarten des Nachbarn genommen, den Hund nicht angeleint oder zur Ruhezeit die Musikboxen zu laut aufgedreht: nicht alle Verhaltensweisen, die einen selbst nicht stören, sind auch bei anderen Urlaubern gern gesehen. Jeder möchte sich in seinem Urlaub entspannen. Dauer- oder regelmäßige Camper bezeichnen den Campingplatz sogar als ihr zweites Zuhause – da ist es verständlich, dass auf gegenseitige Rücksichtnahme großen Wert gelegt wird.

Camping-Knigge – das sollten Sie beim Campingurlaub beachten

Damit Sie bei Ihrem nächsten Campingurlaub nicht ins Fettnäpfchen treten und ungewollt die Campingplatz-Idylle trüben, haben wir für Sie einen kompakten Stellplatz-Knigge und einige Benimm-Regeln zusammengestellt. Vom Abstellen des Wohnmobils bis hin zur Nutzung der Sanitäranlagen – wenn Sie die folgenden Hinweise beachten, steht einem harmonischen Urlaub nichts mehr im Wege. 

Ruhezeiten einhalten

Der Campingplatzbetreiber hat meist eine Hausordnung, an die sich alle Camper halten müssen. Darin sind unter anderem Ruhezeiten geregelt. Auf vielen Plätzen gilt deshalb in der Mittagszeit und in den späten Abendstunden: Lautstärke senken und Rücksicht auf die Nachbarn nehmen.

Parzellen respektieren

Campingplätze verfügen meist über gut ausgebaute Wege – diese sollten Sie nutzen, auch wenn Ihnen die Abkürzung durch die Parzelle des Nachbarn ein wenig Zeit spart. Das gilt auch bei Ihrer Ankunft: Stellen Sie Ihr Wohnmobil auf der gekennzeichneten Fläche ab und halten Sie ausreichenden Abstand zur Stellfläche Ihres Nachbarn ein. Sollte diese nicht vorgegeben sein, gelten mindestens drei Meter Abstand zum nächsten Wohnmobil als Faustformel.

Müll fachgerecht entsorgen

Mülltrennung ist nicht nur im Alltag zu Hause sinnvoll, sondern auch auf vielen Campingplätzen in der Hausordnung vorgeschrieben. Trennen Sie Ihren Müll daher am besten direkt im Wohnmobil und entsorgen Sie diesen bei Bedarf in den dazu vorgesehenen Abfallcontainern.

Unangenehme Gerüche vermeiden

Grillen ist auf dem Campingplatz erlaubt – nehmen Sie dabei jedoch Rücksicht auf Ihre Nachbarn und nutzen Sie im Idealfall einen Gasgrill. Sollten Sie einen Holzkohlegrill verwenden, stellen Sie diesen nach Möglichkeit nicht direkt an die Stellgrenze zu Ihrem Nachbarn. Ein Gespräch kann allerdings auch schon helfen: Erkundigen Sie sich freundlich, ob sich Ihr Nachbar vom Grillgeruch gestört fühlt – oder laden ihn am besten auf eine Bratwurst ein.

Sanitäranlagen sauber hinterlassen

Die Sanitäranlagen werden von allen Campern genutzt – gerade deshalb ist hier besonders Rücksicht geboten. Verlassen Sie die Dusche oder das Waschbecken so, wie auch Sie es gerne vorfinden würden. Das gilt ebenso für das Abwaschbecken: Essensreste vom Vorgänger möchte hier niemand entdecken. 

Privatsphäre respektieren

Camper kommen untereinander schnell ins Gespräch – so merken Sie auch schnell, welcher Nachbar sich über Gesellschaft freut und wer lieber für sich bleiben möchte. Beides gilt es zu respektieren.

Mitanpacken und Mitdenken

Ein Sturm zieht auf und es beginnt zu regnen, während Ihr Nachbar gerade nicht in seiner Parzelle ist? Jetzt ist Ihre Hilfsbereitschaft gefragt! Der Wäscheständer oder der Grill dürfen gerne in Sicherheit gebracht werden, beispielsweise unter dem Vorzelt. Das gehört auf dem Campingplatz ebenso dazu wie das Duzen. Bei einer Tour über den Platz darf es außerdem gerne ein „Hallo“, „Guten Morgen“, oder „Guten Abend“ sein, wenn Sie anderen Urlaubern über den Weg laufen. Freundlichkeit wird von Ihren Mitcampern sicherlich erwidert.

Ordnung halten

Achten Sie darauf, Ihre Parzelle oder Ihren Stellplatz sauber und ordentlich zu halten. Das bedeutet: den Müll regelmäßig entsorgen und beispielsweise Zigarettenreste und Kronkorken nicht achtlos in die Natur werfen. 

Hundehalter aufgepasst

Auf den meisten Campingplätzen gilt eine Leinenpflicht für Hunde – oder sie sind sogar gänzlich verboten. Informieren Sie sich daher im Vorfeld, welche Campingplätze sich für Ihren Vierbeiner eignen. Beim Gassigehen sollten Sie außerdem darauf achten, die Hinterlassenschaften Ihres Hundes einzusammeln. 

No-Gos im Campingurlaub: So machen Sie sich keine Freunde

Camper sind meist offene und tolerante Menschen, die sich um ein friedliches Miteinander bemühen. Dennoch gibt es bestimmte Dinge, die auf dem Campingplatz absolute No-Gos sind und garantiert für Unfrieden sorgen. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Die Nutzung des Frischwasserschlauches zum Ausspülen des WC-Kanisters
  • Drängeln an der Frischwasserstation 
  • Zu schnelles Fahren auf dem Campingplatz 
  • Laute Musik bis in die Nacht
  • Hunde ohne Leine frei laufen lassen
  • Abwasser direkt am Platz ablassen
  • Querparken
  • Stellplätze reservieren

Camper-Regeln für einen harmonischen Urlaub: genießen Sie die Auszeit

Keine Sorge: auch wenn dieser Stellplatz-Knigge auf den ersten Blick umfangreich wirkt, so sind die Regeln im Alltag doch einfach umzusetzen. Die obersten Gebote sind Freundlichkeit und Rücksichtnahme, wenn Sie darüber hinaus einen guten Kontakt zu Ihren Nachbarn pflegen und Ihren Stellplatz in Ordnung halten, steht einem ruhigen und erholsamen Urlaub nichts im Wege – und Sie können die Campingplatz-Idylle ungestört genießen. Mehr Tipps finden Sie in unserem Camper-Handbuch.