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Info Camper: mit dem Wohnmobil auf Reisen

Davon träumen viele: Mit dem Camper auf Reisen gehen und die Welt entdecken. Damit der Wohnmobil-Urlaub auch ein Traumurlaub wird, sollten Sie jedoch einige Dinge beachten. Hier erfahren Sie alle Tipps und wissenswerte Informationen rund um das Abenteuer Camper. Achtung, anschnallen! 

Erleben Sie die große Camper-Freiheit

Ob Sie mit dem Camper durch Europa touren oder auf einer abenteuerreichen Fernreise die Traumstraßen in Australien, Neuseeland, den USA oder Kanada entdecken: Eine Reise mit dem Wohnmobil ist in jedem Fall ein unvergessliches Erlebnis. Und die beste Voraussetzung für einen stressfreien, unabhängigen und intensiven Urlaub. Denn Sie gestalten Ihre Reiseroute individuell und flexibel und können an den schönsten Flecken der Welt übernachten. Entdecken Sie die große Freiheit, lernen Sie Land und Leute kennen und erleben Sie jeden Tag Neues und die Schönheit der Natur hautnah. Mit einem komfortablen Wohn-, Schlaf- und Essbereich bietet Ihnen Ihr rollendes Ferien-Domizil reichlich Platz zum Erholen. Richten Sie sich ein und genießen Sie die gemütliche Atmosphäre im Reisemobil. Wir wünschen Ihnen eine spannende Reise!

Welches Fahrzeug passt zu mir?

Für Ihren Camper-Urlaub können Sie Fahrzeuge in den verschiedensten Größen und mit unterschiedlichem Komfort buchen. Ein einfacher Van ist ein umgebauter Lieferwagen mit erhöhtem Dach (Stehhöhe) und der typisch europäische Campingbus. Vans eignen sich für Reisen mit geringerem Platzbedarf, vielen unterschiedlichen Stationen und auch in Städten. Pick-up-Camper (Alaska und Kanada) sind kleine robuste Lastwagen (Trucks), auf die ein Wohnteil aufgesetzt ist. Sie verfügen über keinen Durchgang zwischen Führerhaus und Wohnteil. Diese Fahrzeuge eignen sich besonders, wenn es auch mal über Schotterpisten geht. Ein Motorhome oder Wohnmobil bietet maximalen Komfort. Führerhaus und Wohnteil bilden eine Einheit. Sie können während der Fahrt auch im Wohnraum sitzen. Einige Modelle verfügen sogar über ein ausfahrbares Seitenteil, mit dem man den Innenraum verbreitern kann.

Unsere Camper-Tipps

  • Belegen Sie das Fahrzeug niemals maximal. Buchen Sie lieber eine Kategorie größer. Besonders bei Reisen mit Kindern sollte immer genug Platz vorhanden sein. Zwei Paare buchen besser zwei kleinere Camper anstelle eines Großen.
  • Mieten Sie Ihr Wohnmobil beim Experten: ADAC Reisen bietet Ihnen ein Höchstmaß an Kompetenz und Sicherheit. Unsere Partner im Ausland sind sorgfältig ausgewählt und garantieren höchste Qualität, ob in den USA oder Südafrika. In Deutschland stehen für Sie über 1.800 ADAC Wohnmobile an rund 80 Vermietstationen bereit, die von erfahrenen Caravaning-Fachbetrieben geführt werden. Reservieren Sie sich das perfekte Wohnmobil für Ihre Reise. Wenn Sie unterwegs sind, dann parken Sie am besten auf Plätzen, die für Camper zugelassen sind. Ideal sind bewachte Areale, auf denen Einbrecher und Diebe kaum eine Chance haben, an Ihre Wertsachen zu gelangen. Besonders schön und ruhig sind Campingplätze inmitten zauberhafter Naturlandschaften. Mehr Informationen erhalten Sie in Ihrem ADAC Reisebüro vor Ort.

Führerschein, Tarife und mehr

  • Bedenken Sie bei der Fahrzeuggröße auch, was Sie in Ihrem Camper-Urlaub mitnehmen möchten, etwa ein Fahrrad oder ein Surfbrett, und prüfen Sie, ob hierfür Stauraum vorhanden ist und dass dadurch das zulässige Gesamtgewicht bzw. die Achslast nicht überschritten wird. Packlisten in Büchern sind hierfür hilfreich.
  • Überlegen Sie sich, welche Route Sie fahren möchten und vergleichen dann die (Saison-)Tarife. So können Sie berechnen, ob für Sie ein höherer Tagessatz ohne Kilometerbegrenzung günstiger ist oder ein auf eine gewisse Zahl an Freikilometern begrenztes Angebot. Es ist ratsam, neben der geplanten Streckenführung einige Extrakilometer zu kalkulieren. Es kann schließlich immer passieren, dass Sie eine Umleitung nehmen müssen oder möchten.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Wunsch-Camper steuern dürfen: Während alte Führerscheine der Klasse 3 beziehungsweise später umgeschriebene B- und C1-Klassen das Führen von Fahrzeugen bis 7,5t erlauben, gilt der neue Führerschein der Klasse B nur für Fahrzeuge bis zu 3,5t. In einigen US-Staaten benötigen Sie außerdem einen internationalen Führerschein. Achtung! In den USA unterscheiden sich die Führerscheinvorschriften von Bundesland zu Bundesland. Wer ganz sicher gehen will, lässt sich professionell beraten und klärt alles Wichtige vor der Abfahrt. 

Wissenswertes zum Mietvertrag

  • Lesen Sie unbedingt auch das Kleingedruckte im Mietvertrag und besprechen Sie eventuelle Unklarheiten, etwa zum Thema „zusätzliche Reinigungskosten“ oder „Instandsetzung“. So stellen Sie sicher, dass es bei der Rückgabe keine finanziellen Überraschungen gibt.
  • Klären Sie vorab schriftlich, was bei Defekten am Fahrzeug geschieht. Welche Reparaturen dürfen Sie unterwegs ohne Rücksprache ausführen lassen? Ab welchem Betrag ist eine Genehmigung des Vermieters nötig? Was passiert, wenn die Reparatur länger dauert? Wird ein Ersatzfahrzeug gestellt, werden verlorene Urlaubstage vergütet, wer bezahlt die eventuell notwendige Rückführung des Fahrzeugs? Besonders kleine Vermieter tun sich oft schwer, bei einem Ausfall des gebuchten Fahrzeugs, etwa durch einen Unfall, einen Ersatz-Camper zu stellen.
  • Achten Sie darauf, dass die Bereitstellungsgarantie im Mietvertrag aufgeführt ist. Wer in Europa mit dem Camper oder Wohnmobil unterwegs ist, hat vielleicht Lust, verschiedene Länder zu bereisen. Ist dies der Fall, dann sollte der Grenzübertritt unbedingt im Kontrakt genehmigt und definiert werden. In welche Staaten dürfen Sie problemlos mit dem Fahrzeug einreisen, gibt es ausgeschlossene Gebiete?

Wichtiges zur Versicherung

  • Beachten Sie bei Preisvergleichen unbedingt den Versicherungsschutz. Finanziell verlockend erscheinen oft Angebote wie „Wohnmobil von privat“. Ist das Fahrzeug jedoch nicht als „Selbstfahrer-Vermietfahrzeug“ zugelassen besteht kein Versicherungsschutz für Sie als Mieter! Ob das Fahrzeug die Erlaubnis besitzt oder nicht, finden Sie mit einem Blick in den Fahrzeugschein heraus, dort steht gegebenenfalls ein Vermerk.
  • In den USA ist die Deckungssumme der gesetzlichen Haftpflicht oft sehr niedrig und beträgt mitunter nur 5.000$. Bei einem selbst verschuldeten Unfall wird der gegnerische Schaden nur bis zu diesem Betrag übernommen. Kunden von ADAC Reisen profitieren hier von einer Zusatz-Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 100Mio. Euro. Scheuen Sie sich nicht und fragen Sie die Experten von ADAC Reisen. Wenn alles gecheckt ist, kann es losgehen.

Camper-Info: die Übergabe

  • Lassen Sie sich den Camper bei der Übergabe genau erklären. Wo liegen die Schnellabsperrhähne für die Gasleitungen? Wie befüllen Sie die Gas- und Wassertanks? Wie kontrollieren Sie das Motoröl, wo befindet sich das Reserverad und wo setzt man den Wagenheber an? Sind alle Betriebsanleitungen vorhanden?
  • Kontrollieren Sie sorgfältig den Innenraum. Funktionieren alle Klappen und Türen, die Heizung und die Wasserhähne? Überprüfen Sie genau, ob das zugesagte Inventar und Zubehör vollständig und unbeschädigt ist. Lassen Sie Schäden exakt im Übernahmeprotokoll aufführen. Bedenken Sie, dass die Einweisung und weitere organisatorische Angelegenheiten Zeit in Anspruch nehmen. Planen Sie am ersten Tag daher keine größeren Strecken ein. In den USA und Kanada kann die Übergabe aus versicherungstechnischen Gründen ohnehin nicht direkt am Tag der Ankunft erfolgen. Sie müssen also am Anreisetag eine Hotelübernachtung buchen.
  • Bedenken Sie, dass die Einweisung und der anschließende Einkauf Zeit in Anspruch nimmt. Planen Sie am ersten Tag daher keine größeren Strecken ein. In den USA und Kanada kann die Übergabe nicht direkt nach der Ankunft erfolgen. Sie müssen also am Anreisetag eine Hotelübernachtung buchen.

ADAC Stellplatzführer Deutschland/Europa 2019

Als optimale Planungshilfe bietet der ADAC Stellplatzführer 2019 in zwei Bänden vor allem Wohnmobil-Urlaubern ausführliche Informationen zu rund 6.900 Stellplätzen in Deutschland und weiteren 35 Ländern Europas. Neu sind neben dem modernen und übersichtlichen Info-Layout auch die Beschreibungen von Freizeitangeboten wie Golfplätzen, Grillstellen, Aufenthaltsräumen und Bademöglichkeiten in offenen Gewässern. Insgesamt liefert jeder Band pro Stellplatz bis zu 200 topaktuelle Details über Preise, Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen, Lage und Zufahrt (GPS-Koordinaten) und die Ausstattung. Für den schnellen Gesamtüberblick zum Angebotsniveau der Plätze gibt es das 5-Sterne-Bewertungssystem für verschiedene Kategorien, die von erfahrenen Inspekteuren vor Ort überprüft und bewertet werden. Mit der enthaltenen ADAC Campcard erhalten Urlauber auf über 500 Stellplätzen in Europa Rabatte, Sonderpreise und Vorteilsangebote in Haupt- und Nebensaison sowie Ermäßigungen für Mietunterkünfte auf Campingplätzen europaweit.

Mit dem Wohnmobil unterwegs

  • Achten Sie beim Beladen des Campers darauf, dass schwere Teile nach unten kommen. Dass stabilisiert den Schwerpunkt des Fahrzeugs und erleichtert das Fahren. Aber übertreiben Sie es nicht mit den Packkünsten: Weniger Gewicht spart nicht nur Sprit, sondern bewahrt auch vor saftigen Geldbußen. Übergewicht kann in Österreich bis zu 2.180 Euro kosten, in Schweden bis zu 4.000 Kronen.
  • Informieren Sie sich in Ihrem ADAC Reisebüro oder online über unsere nützlichen Angebote, etwa den Camping- und Stellplatzführer mit mehr als 5700 Campingplätzen in 38 Ländern, den Camping Key Europe (CKE) und der ADAC CampCard mit über 3.200 Rabattangeboten auf Europas Camping- und Wohnmobilstellplätzen. 

Sicher mit dem Camper auf Tour

  • Übernachten Sie mit Ihrem Wohnmobil möglichst auf gesicherten Camping- oder Wohnmobilstellplätzen. Auf keinen Fall sollten Sie auf Parkplätzen oder Raststätten direkt an der Autobahn übernachten. Falls Sie dennoch an der Straße eine Schlafpause einlegen, halten Sie Türen und Fenster geschlossen – der Sicherheitslüftungsschlitz an der Dachluke bietet ausreichend Luftversorgung.
  • Die Camper-Türen können von innen mit einem Spanngurt, der durch Haltegriffe oder Armlehnen gezogen wird, gegen Öffnen von außen gesichert werden.
  • Halten Sie den Zündschlüssel an ungesicherten Plätzen immer griffbereit und parken Sie das Fahrzeug so, dass Sie im Notfall ohne Rangieren sofort abfahren können. Halten Sie stets die Notrufnummer der Polizei im jeweiligen Land bereit.

Übrigens: Wohnmobile können Sie auch bei uns buchen! Wir haben eine große Auswahl an Angeboten und bieten Ihnen die bestmöglichen Reisetipps für Ihren Camper-Urlaub. 

Die beste Reisezeit für einen Wohnmobilurlaub

Wann die perfekte Zeit ist, um die Highways und Landstraßen in Freiheit entlang zu fahren, hängt von Ihren persönlichen Wünschen ab. Zunächst einmal kommt es darauf an, was Sie vor Ort unternehmen wollen. Manche Individualreisende brechen gerne mit dem Wohnmobil zum Winterurlaub auf. Andere sehnen sich nach einem Campingurlaub am Meer, um dort im Hochsommer bei idealen Badetemperaturen zu planschen. Kulturinteressierte und Aktivurlauber bevorzugen oft die gemäßigteren Temperaturen im Frühling, Frühsommer und Herbst. Wichtig vor der Reisebuchung ist es, sich die Klimadaten der Zielregion anzusehen. Auch Ferienzeiten sollten bei der Wahl des Urlaubsdatums berücksichtigt werden. In der Nebensaison sind die Preise normalerweise wesentlich günstiger.

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