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Ob durch Ökostrom, weniger Plastikmüll, energieeffiziente Elektrogeräte oder Lebensmittel vom regionalen Erzeuger: Der Umwelt zuliebe bemühen sich inzwischen viele Menschen, ihre Routinen zu überdenken und ihr Leben nachhaltiger zu gestalten. Aber nicht nur im Alltag, auch auf Reisen lässt sich dieser ökologische Lebensstil umsetzen – vor allem beim Camping! Wer auf einen Urlaub mit dem Wohnmobil setzt, belastet die Umwelt grundsätzlich mit einer deutlich geringeren CO2-Bilanz als bei einer Reise mit dem Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff. Darüber hinaus lassen sich auch bei der An- und Abreise sowie dem Aufenthalt auf dem Campingplatz weitere Ressourcen schonen. Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Campingurlaub nachhaltiger gestalten.

Tipps für nachhaltigeres Campen

Ob bei der An- und Abreise, bei der Wahl des Campingplatzes oder Ihren Aktivitäten vor Ort: Beim Campen bieten sich Ihnen einige Möglichkeiten, auch im Urlaub das Klima zu schonen.

Umweltbewusst fahren

Schon auf dem Weg zum Campingplatz können Sie etwas für die Umwelt tun, indem Sie den Kraftstoffverbrauch Ihres Wohnmobils oder Campers minimieren. Das beginnt schon beim Packen: 

  • Befüllen Sie den Frischwassertank nur minimal. Auf dem Campingplatz können Sie diesen dann komplett auffüllen.

  • Leeren Sie den Schmutzwassertank vor der Abfahrt.

  • Überlegen Sie, welche Kleidungsstücke und Utensilien Sie für Ihre Reise wirklich brauchen. Je weniger Gegenstände Sie mitnehmen, desto mehr Last sparen Sie ein.

  • Beschränken Sie Ihre Vorräte an Lebensmitteln am besten auf ein Minimum und kaufen Sie vor Ort ein. Auch die Mitnahme von Getränken kann schnell ins Gewicht fallen und den Kraftstoffverbrauch erhöhen.

Auch während der Fahrt können Sie den Verbrauch minimieren: Fahren Sie vorausschauend und mit möglichst konstantem Tempo, schalten Sie früh und vermeiden Sie häufiges Bremsen oder Beschleunigen. Auch optimaler Reifendruck und geöffnete Fenster statt einer laufenden Klimaanlage schränken den Spritverbrauch ein – und entlasten Ihren Geldbeutel genauso wie die Umwelt.

Ressourcen gewissenhaft nutzen

Während des Aufenthaltes auf dem Campingplatz bieten sich Ihnen weitere Gelegenheiten, Ressourcen und Energie zu sparen. Dabei sind es oft die kleinen Dinge, die einen großen Einfluss haben: Reduzieren Sie beispielsweise die Zeit unter der Dusche und sparen Sie auch beim Abwasch Wasser, indem sie den Wasserhahn zwischenzeitlich ausschalten. Nutzen Sie so wenig elektronische Geräte wie möglich oder laden Sie diese mit Solarenergie auf. Achten Sie außerdem auf stromsparende Beleuchtung, beispielsweise in Form von LED-Leuchtmitteln. Auch Ihre Klimaanlage ist ein echter Stromfresser. Nutzen Sie die Abkühlung daher mit Bedacht und schalten Sie diese aus, wenn Sie das Wohnmobil tagsüber verlassen.

Abfall vermeiden oder korrekt entsorgen

Nicht nur im Alltag sollte Recycling selbstverständlich sein, sondern auch im Campingurlaub. Vermeiden Sie daher Verpackungsmüll so gut es geht. Falls dies nicht möglich sein sollte, können Sie mit korrekter Mülltrennung- und Entsorgung dennoch die Umwelt schonen. Fast jeder Campingplatz hat hierzu eigene Müllstationen, in denen Sie Ihren Abfall ganz einfach fachgerecht entsorgen.

Vor Ort auf das Fahrrad setzen

Um Ihre Urlaubsregion zu erkunden, müssen Sie nicht in Ihr Auto oder Wohnmobil steigen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad verbringen Sie mehr Zeit an der frischen Luft und entdecken womöglich sogar den einen oder anderen „Geheimpfad“. Kurze Strecken legen Sie ohne Fahrzeug sogar häufig schneller zurück und vermeiden längere Parkplatzsuchen. Sollte das Wetter mal nicht mitspielen, sind öffentliche Verkehrsmittel eine gute und kostengünstige Alternative.

Umweltfreundliche Campingplätze nutzen

Schon bei der Wahl des Campingplatzes können Sie auf Nachhaltigkeit achten. Viele Campingplatzbetreiber setzen sich inzwischen intensiv mit dem Thema auseinander und tragen beispielsweise mit Strom aus Solarenergie oder besonders ressourcenschonenden Maßnahmen zu einem nachhaltigeren Urlaub bei. 

Umweltfreundliche Campingplätze erkennen Sie an verschiedenen Siegeln oder Labels. Die wichtigsten haben wir für Sie im Folgenden zusammengestellt.

Nachhaltiges Campen fördern: Auf diese Auszeichnungen sollten Sie achten

Eines der bekanntesten Labels für nachhaltige Campingplätze vergibt die Initiative „Ecocamping“. Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen die Plätze eine umweltfreundliche und naturverträgliche Energieerzeugung fördern, Belastungen von Böden sowie Gewässern vermeiden und Stoffkreisläufe optimieren.

Daneben vergeben auch Institutionen wie die Europäische Kommission Siegel für ökologische Campingplätze. Das EU Ecolabel kennzeichnet beispielsweise besonders umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen – und dabei unter anderem auch Campingplätze. Auch hier werden Kriterien wie der Schutz von Natur und Artenvielfalt, die schonende Nutzung von Energie und Ressourcen sowie Abfallverringerung regelmäßig geprüft.

Umweltfreundliches campen – gar nicht so schwer

Im Campingurlaub können Sie ebenso leicht auf Nachhaltigkeit setzen wie im Alltag. Dabei bedarf es keinem höheren Aufwand oder großen Entbehrungen, um selbst aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Ob bei der An- und Abreise, bei der Wahl des Campingplatzes oder der eigenen Achtsamkeit bieten sich Ihnen viele kleine Gelegenheiten, Ihre Reise nachhaltiger zu gestalten. Damit schonen Sie letztlich nicht nur unsere Umwelt, sondern auch die eigene Urlaubskasse.