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Welche Kosten fallen bei einem Campingurlaub an?

Gut vorbereitet in den Urlaub starten: Die folgenden Punkte geben einen Überblick über mögliche Kosten, die bei Ihrem Campingurlaub anfallen können.

Kosten für die Anreise 
Bereits die Anreise ist mit Kosten verbunden, die Sie bei Ihrer Budgetplanung berücksichtigen sollten. Vor allem bei Reisen ins Ausland ist wegen des Anfahrtswegs mit höherem Spritverbrauch und gegebenenfalls Mautgebühren zu rechnen. ADAC Reisen zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Kosten kalkulieren und den Überblick über Ihre Ausgaben behalten.

Mautkosten 
In einigen europäischen Ländern sind viele Straßen, Tunnel oder Brücken mautpflichtig. Je nach Reiseroute müssen Sie daher Mautkosten einkalkulieren, um die Verkehrswege mit dem Auto oder Wohnmobil nutzen zu können. Sie zahlen die Maut an den Ein- und Ausfahrten der Mautstationen – halten Sie deshalb bereits in der Warteschlange Bargeld oder Ihre Kreditkarte bereit.
Darüber hinaus ist in einigen europäischen Ländern für Fahrten auf Autobahnen und Schnellstraßen eine kostenpflichtige Vignette erforderlich. Im Gegensatz zur streckenbezogenen Maut haben die Vignetten einen festen Preis. Diese können Sie im Vorfeld Ihrer Reise an Tankstellen oder bei Ihrem ADAC-Partner vor Ort erwerben. Alternativ erhalten Sie Vignetten an den Grenzübergangs- Raststätten. Bitte beachten Sie, dass die Etiketten unterschiedlich lange gültig sind. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die angegebene Gültigkeit für Ihre Reisedauer ausreicht. Die Kosten für Maut und Vignetten fallen von Land zu Land unterschiedlich aus und können sich kurzfristig ändern. Informieren Sie sich am besten zwei Wochen vor Reiseantritt über die exakten Kosten.

Spritkosten 
Wenn Sie mit dem Auto oder Wohnmobil reisen, sind natürlich auch die Spritkosten ein Kostenfaktor. Je nach Streckenlänge, dem Fahrstil und dem Kraftstoffverbrauch entstehen unterschiedliche Kosten. Eine Faustformel für eine recht exakte Kostenkalkulation lautet wie folgt: 
Durchschnittsverbrauch mal Spritpreis geteilt durch 100 = Kosten pro Kilometer

Ein Beispiel: Ihr Wohnmobil verbraucht 21 Liter bei einem Spritpreis von 1,50 Euro. Damit ergeben sich folgende Kosten pro Kilometer: 
21 x 1,50 ÷ 100 = 0,32 (€/km)
Im nächsten Schritt multiplizieren Sie Ihre Routenkilometer mit den Spritkosten pro Kilometer. Planen Sie ein wenig Puffer nach oben ein – damit umgehen Sie Kalkulationslücken bei Abstechern oder unvermeidbaren Umwegen.
 

Mögliche Kosten während Ihres Urlaubs

Während Ihres Urlaubs fallen fixe und variable Kosten an. Die Kosten sind abhängig von der Anzahl der Personen sowie der Anzahl der Übernachtungen auf dem Campingplatz. Das Reiseland und der Ausstattungsstandard des Campingplatzes haben ebenfalls Einfluss auf die Kosten. 

Strom und Wasserversorgung auf dem Campingplatz
Wenn Sie mit Ihrem Wohnmobil reisen, benötigen Sie Strom und Wasser. Beides können Sie auf einem Campingplatz nachtanken. Der Strom für Ihr Wohnmobil wird meist separat abgerechnet, entweder auf Tagessatz- oder auf Verbrauchsbasis. Parzellen mit Stromanschluss sind in der Regel teurer als ohne – egal, ob Sie den Stromanschluss nutzen oder nicht.
Kosten fallen auch für das Warmwasser in den Sanitäranlagen an – so zahlen Sie fürs warme Duschen häufig extra. Bei einigen Campingplätzen entrichten Sie die Kosten mit einer Magnetkarte, einem Armband oder mit Duschmarken in Münzenform. Die Bezahlmittel erhalten Sie bei der Anmeldung vor Ort. Wasseranschlüsse zum Betanken des Wohnmobils befinden sich entweder am Eingang des Campingplatzes oder am Stellplatz. Der Campingplatzbetreiber berechnet Ihnen den Verbrauch üblicherweise pro Liter. In südlichen Ländern bieten Betreiber das Wasser in 10-Liter-Flaschen an, deren Preise je nach Region und Campingplatz variieren.

Kosten für Freizeitaktivitäten und Komfort
Ein weiterer Kostenfaktor sind Freizeitaktivitäten und Komfort. Kalkulieren Sie die Kosten dafür individuell. Sie selbst wissen am besten, auf welche Annehmlichkeiten Sie in Ihrem Urlaub nicht verzichten wollen – und welche Ausflüge Sie unternehmen möchten.
Die Waschmaschinen- und Trocknernutzung ist kein Muss, aber komfortabel. Die Nutzung der Freizeitangebote des Campingplatzes, wie Schwimmbad, Sauna oder Fitnessstudio, steht Ihnen wie Kanutouren oder Restaurantbesuche ebenfalls frei – nur sollten Sie dies bei Bedarf auch in der Kostenplanung für Ihren Campingurlaub berücksichtigen.

Kurtaxen und Umweltabgaben
An einigen Urlaubsorten ist für die Strandnutzung eine Kurtaxe pro Person und Tag zu entrichten. Je nachdem, wo Sie den Urlaub verbringen, fallen die Kosten unterschiedlich aus. Umweltabgaben oder Abwassergebühren sollten Sie darüber hinaus berücksichtigen. Falls Sie mit Ihrem Hund reisen, denken Sie auch hier an Mehrkosten. Denn auf vielen Campingplätzen ist ein pauschaler Beitrag für den Vierbeiner pro Tag fällig. Informieren Sie sich am besten vor der Reise bei Ihrem Campingplatz oder der Touristeninformation, welche Kosten Sie vor Ort erwarten.
 

Spartipps für den Campingurlaub

Mit Rabattkarten profitieren Sie zusätzlich von Vergünstigungen. Nutzen Sie die ADAC Campcard, für die Sie bei teilnehmenden Campingplätzen und Anbietern Preisvorteile erhalten. Die Card gibt es kostenlos zu ADAC Campingführern sowie zum ADAC Camping- und Stellplatzführer dazu. Die ADAC Campcard bietet rund 3.500 Rabatte auf Campingplätzen – darunter kostenlose Fahrradverleihe, Ermäßigungen auf Wellnessangebote oder Rabatte bei Sportkursen.

Buchen zur Nebensaison
Wenn Sie Geld sparen möchten und nicht an die Schulferien gebunden sind, buchen Sie Ihre Reise am besten nicht zur Hochsaison. In der Neben- und Zwischensaison haben die Campingplätze meist günstigere Preise als in den Sommermonaten. In der Regel zählen in Europa die Monate Januar, Februar, März, April, Oktober, November und Dezember zur Nebensaison, die Monate Mai, Juni und September zur Zwischensaison und Juli und August zur Hauptsaison. Wintercampingplätze haben eine abweichende Verteilung – dort sind die Sommermonate am preiswertesten.

Preisunterschiede bei Camping- und Stellplätzen beachten
Preisunterschiede gibt es nicht nur saisonbezogen, sondern auch bei der Art des Stellplatzes. Da ein Wohnmobilstellplatz vorrangig als Parkplatz fungiert und typische Ausstattungsmerkmale eines Campingplatzes nicht vorhanden sind, ist er im Vergleich deutlich günstiger. An vielen Orten sind die Stellplätze sogar nahezu kostenfrei, lediglich eine Gebühr für Strom und Wasser stellt Ihnen der Betreiber in Rechnung. Bedenken Sie aber, dass Ihnen auf einem Stellplatz kein Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung steht und Sie auf Komfort wie Vorzelt oder Waschraum verzichten.

Wo ist Campingurlaub am günstigsten?

Der europäische Vergleich zeigt: Campingplätze in Italien und der Schweiz waren im Jahr 2019 am teuersten. In Italien stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr um rund vier Prozent auf einen durchschnittlich Wert von 48,35 Euro pro Übernachtung an. Das beliebte Urlaubsland am Mittelmeer zieht damit knapp an der Schweiz vorbei. 
Campingplätze in Deutschland, Österreich und Schweden sind wiederum am preiswertesten. Hier erwarten Sie durchschnittliche Übernachtungskosten zwischen 30,31 Euro und 31,46 Euro pro Tag. Die genannten Preise beziehen sich auf eine Familie bestehend aus zwei Erwachsenen und einem Kind im Alter von zehn Jahren.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis wurde Urlaubern in diesem Jahr mitunter auf deutschen Campingplätzen geboten. Dazu tragen neben der verhältnismäßig günstigen Übernachtungspauschale von rund 30 Euro der Komfort und das umfangreiche Freizeitprogramm bei. 
In den Sommermonaten sollten Sie als Familie mit Kind von durchschnittlich 37,56 Euro pro Übernachtung auf einem europäischen Campingplatz ausgehen. Die erste Zahlen für 2020 bestätigen die Vorjahreswerte. Obwohl die Preise in allen Ländern leicht ansteigen, bleiben die Übernachtungskosten auf deutschen Campingplätzen am preiswertesten. 
 

Campingurlaub: Für jedes Budget ist etwas dabei

Wie bei anderen Urlauben können Sie bei einem Campingurlaub individuell steuern, wie viel Geld Sie ausgeben. Welchen Betrag Sie am Ende bezahlen, hängt von Faktoren wie der Reisedauer, dem Stellplatz oder Zusatzangeboten ab. Kalkulieren Sie vor Beginn die Urlaubskosten – so vermeiden Sie Überraschungen und starten entspannt in Ihr Camping-Abenteuer.