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Normandie Urlaub: Der schöne Norden von Frankreich

Mittelalterliche Dörfer und Städte wie Caen, weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie das Kloster Mont-Saint-Michel oder kulinarische Köstlichkeiten wie Käse, Calvados und Cidre – eine Reise durch die Normandie bietet reichlich Abwechslung. Und bewegende Geschichte wie die Gedenkstätten an den D-Day-Stränden

Die Klosterinsel Mont-Saint-Michel

Wie eine Trutzburg ragen die Türme und Mauern der mächtigen Abtei und des darunterliegenden Dörfchens vor der Küste aus dem Watt empor: Die Klosterinsel Mont-Saint-Michel ist eines der berühmtesten Postkartenmotive Frankreichs und zweifellos die größte Sehenswürdigkeit, die jeder in seinem Urlaub in der Normandie besichtigen sollte. Benediktinermönche erbauten die imposante Abtei im 11. Jahrhundert auf einem 46 Meter hohen Felsen. Im Hundertjährigen Krieg zwischen 1337 und 1453 war das heutige UNESCO-Welterbe der einzige Ort in Nordfrankreich, der nicht von Engländern besetzt wurde. Die Anreise auf die Insel erfolgt entweder zu Fuß, per Pferdekutsche oder Shuttle-Bus über einen Damm.
Tipp: Kombinieren Sie den Ausflug mit einer Wattwanderung. Achtung: Nur mit Guide, der Tidenhub von 15 Metern ist der höchste Europas, die Flut kommt rasend schnell! Angebote und Tipps zu geführten Wanderungen und mehr gibt es auf der offiziellen Internetseite des normannischen Touristenverbandes.

Mondäne Seebäder & Kreidefelsen

Die Atlantikregion reizt bei kurzer und einfacher Anreise aus Paris (in ein bis drei Stunden je nach Zug- oder Autoverbindung) mit vielen weiteren kostbaren Sehenswürdigkeiten. Bei Malern wie Courbet oder Delacroix war die Alabasterküste mit den spektakulären weißen Kreidefelsen von Étretat ein beliebtes Motiv, wohlhabende Hauptstädter verbrachten ihre Sommer in Frankreich in mondänen Seebädern wie Deauville oder Granville. Die Normandie taugt also durchaus auch für einen Badeurlaub, etwa in einem idyllisch gelegenen Ferienhaus oder einer der Ferienwohnungen in den pittoresken normannischen Städchen. Wen es in den Ferien an die Küste der Region zieht, der sollte unbedingt einen Ausflug in das Städtchen Honfleur mit seinem wunderschönen alten Hafen machen. Angebote für hübsche Hotels gibt es hier genauso wie den buchstäblichen Sand am Meer. Und in Bayeux sollten Sie den ältesten Comicstrip der Welt bestaunen: Der knapp 70 Meter lange Wandteppich von Bayeux erzählt in 58 Szenen lebhaft die Geschichte der normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066. Das UNESCO-Weltdokumentenerbe ist im Musée de la Tapisserie de Bayeux zu sehen. 

Entdecken Sie die Normandie

  • 1. Das mittelalterliche Kloster Mont-Saint-Michel trotzt den stärksten Gezeiten Europas: In der stürmischen Gischt des Ärmelkanals, an der Mündung des Flusses Couesnon, ragt es von einer Felseninsel dramatisch empor. Die Klosterinsel lässt sich über eine Brücke zu Fuß besichtigen und bewundern.
  • 2. Wer den Käse mag, wird das Dorf lieben! Camembert-Käse ist Inbegriff normannischer Kulinarik und kommt traditionell aus dem gleichnamigen Dorf, das sich seine ursprüngliche Schönheit erhalten hat. Inmitten von grünen Weiden, Obstwiesen und Herrenhäusern im Fachwerkstil kommen Sie, etwa auf dem Président-Bauernhof, der Geschichte des Kult-Käses auf die Spur.
  • 3. Rouen, die wunderschöne und pulsierende Hafenstadt an der Seine, ist ebenfalls Pflicht im Normandie-Urlaub. Machen Sie einen Spaziergang durch die mittelalterliche Altstadt, entdecken Sie das Jeanne-d’Arc-Museum und bestaunen Sie die gewaltige gotische Kathedrale.

Hafen der Normandie: Rouen

Die schöne und pulsierende Hafenstadt an der Seine sollten Sie im Urlaub in der Normandie auf keinen Fall versäumen. Auf dem Marktplatz von Rouen wurde Johanna von Orléans 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt – mit gerade einmal 19 Jahren. Das Museum Historial Jeanne d’Arc erzählt spannend die Geschichte der Freiheitskämpferin und Nationalheldin in Frankreich während des Hundertjährigen Krieges. Gleich nebenan beeindruckt die gewaltige, gotische Kathedrale von Rouen. Bummeln Sie durch die Altstadtgassen mit ihren schönen Fachwerkhäusern und bewundern Sie den berühmten Uhrenturm Gros Horloge mit einer der ältesten astronomischen Uhren Europas (Rue du Gros Horloge). Gänsehaut verspricht das alte Beinhaus Aître Saint-Maclou, Bewertungen zufolge eine der beliebtesten Attraktionen der Region: Makabere Schnitzereien mit Totenschädeln und Särgen erinnern an die Pestepidemien in der Normandie im 14. und 16. Jahrhundert, die einen Großteil der Stadtbevölkerung dahinrafften (Rue Martainville).

Normandie: Urlaub für Genießer

Wie Gott in Frankreich: Eine Autoreise durch die Normandie ist automatisch auch eine Gourmet-Tour entlang herrlicher Genuss-Stopps in Frankreich, denn die saftig-grüne Region westlich von Paris verspricht unendlich viele Angebote kulinarischer Natur: beliebte Käse-Spezialitäten wie Camembert oder Pont l’Évêque sowie fruchtig-frischer Cidre und feiner Calvados. Obstgärten säumen die Landstraßen entlang der Route du Cidre, der Apfelweinstraße durch das Pays d’Auge. In pittoresken Fachwerkdörfern wie Beuvron-en-Auge und Cambremer verkaufen Apfelwein-Bauern auf Märkten ihre Produkte, Käsereien der Gegend laden zu Verkostungen ein. Ob Sie im Urlaub in einem der Hotels im mittelalterlichen Städtchen wohnen oder rustikale Ferienhäuser auf dem Land bevorzugen, ein genußreicher Ausflug ist in der Normandie niemals weit.

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Kulinarische Sehenswürdigkeiten: Camembert-Museum & Calvados

Kaum einen Käse verbinden wir so sehr mit Frankreich wie cremigen Camembert. Gehen Sie auf kulinarische Entdeckungstour und erfahren Sie mehr über den Klassiker: In der Fromagerie Durand (La Héronnière) in Camembert, einem Dorf, das dem berühmten Weißschimmelkäse seinen Namen gab, wird die Köstlichkeit noch immer nach alter Tradition hergestellt. Schauen Sie zu, wie die handgeschöpfte Käsemasse in Ringe gesetzt wird und nach der Trocknung liebevoll in Wachspapier und Holzschachteln verpackt wird. Einen Besuch wert – auch für kulinarische Souvenirs – sind zudem das Camembert-Museum in Vimoutiers und die Fromagerie de Livarot in Livarot. Auf der Route du Cidre weiter nördlich halten Sie dann Ausschau nach Apfelwein-Bauern (Cidre Fermier) und Destillerien. Eine der bekanntesten Calvados-Brennereien ist die Domaine Pierre Huet in Cambremer, die Führungen und Verkostungen anbietet.

Burgen der Normandie

Historische Sehenswürdigkeiten en masse: Wer im Urlaub vorübergehend 2017 hinter sich lassen und in die Zeit von Richard Löwenherz und Wilhelm dem Eroberer eintauchen will, erkundet die mittelalterliche Normandie, etwa die Abbaye de Jumièges westlich von Rouen, die Victor Hugo einst die schönste Ruine Frankreichs nannte. Oder Sie besichtigen die martialischen Burgen der Region: Château Gaillard, das 1198 von Richard Löwenherz erbaut wurde, bietet eine atemberaubende Sicht über die Seine. Und auf der gut erhaltenen Burg Falaise werden mittelalterliche Vorführungen geboten. Buchen Sie sich ein Mietsauto, schnappen Sie sich eine Karte und reisen Sie in die Vergangenheit!

Die Kunst von Monet

Wer in seinem Urlaub in Frankreich auf Sehenswürdigkeiten der Kunst nicht verzichten möchte, ist in der Normandie gut aufgehoben. Ein Mekka der schönsten und berühmtesten Werke des Impressionismus ist das Dorf Giverny auf halber Strecke zwischen Paris und Rouen, wo von 1883 bis 1926 der Maler Claude Monet lebte. Die Seerosen und die japanische Brücke, die der Künstler hier in seinem Garten am Seine-Ufer malte, sind weltberühmt geworden. „Nirgendwo ist das Licht schöner als in diesem Dorf mit seinem unvergänglichen Charme“, schwärmte Monet einst. Das Museum Maison et Jardins de Claude Monet ist heute ein beliebtes Ziel für Kunstinteressierte aus aller Welt.

Bewegende Vergangenheit: die D-Day-Strände der Normandie

Sword, Juno, Gold, Umaha und Utah – das sind die Namen, die die Amerikaner den Strandabschnitten der Normandie gaben, an denen die alliierten Truppen am 6. Juni 1944 landeten, um Europa vom Terror der Nazi-Herrschaft zu befreien. Der Tag ging als D-Day (Decision Day = Tag der Entscheidung) in die Geschichte ein. Über 200.000 Soldaten ließen in den Kämpfen an diesem und den folgenden Tagen ihr Leben an der französischen Küste. Etliche Gedenkstätten erinnern heute an dieses unfassbare Blutvergießen. Zum Beispiel das Landungsmuseum Utah Beach in Sainte-Marie du-Mont, das D-Day-Museum in Arromanches, der deutsche Militärfriedhof in La Cambe oder die endlosen Reihen aus weißen Marmorkreuzen und Davidsternen auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof bei Colleville-sur-Mer – ein ergreifender Anblick.

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