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  4. 7 Tipps Wohnmobilurlaub

Sie planen einen Urlaub mit dem Wohnmobil? Eine großartige Idee! Insbesondere eine Tour in Fernreiseländern wie den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland gehört zweifellos zu den spannendsten Abenteuern. Aber aufgepasst! Für den Neuling hält das Abenteuer auch etliche Fallstricke bereit. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich richtig vorbereiten, typische Anfängerfehler vermeiden und Ihre perfekte Camper-Tour planen:

1.) An- und Abreise planen

Die Versuchung dürfte groß sein, sofort nach der Übernahme des Wohnmobils im Zielland aufzubrechen. Dieser Versuchung sollten Sie jedoch widerstehen: Die Formalitäten bei der Übergabe nehmen erfahrungsgemäß viel Zeit in Anspruch. Sie sollten sich das Fahrzeug genau erklären lassen. Danach steht der Einkauf von Lebensmitteln und Getränken an. Die verbleibende Zeit nutzen Sie am besten, um sich von den Strapazen der Anreise zu erholen. 

In Fernreiseländern wie den USA und Kanada kann die Übergabe aus versicherungstechnischen Gründen ohnehin nicht direkt nach der Ankunft erfolgen. Sie können es sich am Anreisetag also noch in einem Hotel gemütlich machen. 

2.) Akzeptable Tagesetappen einplanen

Ein typischer Anfängerfehler sind zu hohe Erwartungen an die leistbaren Tageskilometer. Ein Wohnmobil-Urlaub hat jedoch nicht zum Ziel, „möglichst viel Strecke zu machen“. Planen Sie Zwischenstopps für Pausen, spontane Erkundungstouren und Besichtigungen ein. Rechnen Sie darüber hinaus mit Zeitverzögerungen durch gelegentliche Staus und weniger gut passierbare Wegstrecken. Mehr als 150 bis maximal 200 Kilometer sollten Sie an einem Tag nicht einplanen, um Stress zu vermeiden und genügend Zeit für die schönsten Entdeckungstouren zu haben.

3.) Führerschein prüfen und Verkehrsreglung beachten

Die Gültigkeit von Fahrerlaubnissen für Wohnmobile ist ein weiterer wichtiger Punkt, den bei der Planung Ihres Camper-Urlaubs beachten sollten. Die Wahl Ihres Campers hängt von Ihrem Führerschein ab: Unproblematisch sind Wohnmobile mit zulässigem Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen, die Sie auch als Autofahrer fahren dürfen. Fahrzeuge zwischen 3,5 bis 7,5 Tonnen dürfen Sie lenken, wenn Sie Ihre Fahrerlaubnis (Klasse 3) vor 1999 erworben haben. Die neueren B-Klasse-Führerscheine erfordern zunächst ein Upgrade (B96).

In einigen Staaten der USA benötigen Sie zudem einen internationalen Führerschein. Hinzu kommt, dass die übrigen Vorschriften von Bundesland zu Bundesland variieren. Informieren Sie sich frühzeitig, damit Sie ein geeignetes Fahrzeug auswählen und Ihre Route gegebenenfalls anpassen können.

Außerdem kann es sinnvoll sein, die geltenden Verkehrsregeln in Ihrem Reisezielland zu studieren: Für Wohnmobile mit zulässigem Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen gelten die Straßenverkehrsregeln für Pkw. Bei über 3,5 Tonnen kommen die Regeln für Lkws zum Tragen. Das bedeutet, dass beispielsweise in Deutschland auf den Autobahnen maximal 100 km/h erlaubt sind, zudem gilt das gleiche Überhol- sowie Durchfahrtverbot wie für LKWs. Informieren Sie sich rechtzeitig über die Regelungen, die in Ihrem Reisezielland gelten.

4.) Über Maut oder ähnliche Gebühren informieren

Anders als in Deutschland erheben viele Länder oder einzelne Bundesländer eines Landes eine generelle Maut für Fahrzeuge. Die Zahlung für die Maut kann in unterschiedlicher Form erforderlich sein. Während es in vielen Ländern sogenannte Mautstellen gibt, ist in einzelnen Ländern der Kauf einer Vignette erforderlich. Prüfen Sie im Vorfeld, wann Sie Maut oder andere Gebühren entrichten müssen: Besonders dann, wenn Sie mit dem Wohnmobil mehrere Länder durchfahren wollen. 

5.) Sprachliche Hürden meistern

Bevor Sie sich auf ein Reiseziel festlegen, sollten Sie sich auch über die dortigen Amtssprachen informieren. Neuseeland besitzt beispielsweise neben Englisch auch Te Reo Maori als zweite Amtssprache. Auf Verkehrsschildern können Ihnen also auch weniger bekannte Sprachen begegnen: Daher ist es ratsam, sich bei der Wahl des Reiseziels auch mit den dort gesprochenen Sprachen auseinanderzusetzen!

6.) Währung und Bezahlweisen bedenken

Wer sich auf Fernreise begibt, sollte sich im Vorfeld auch über die Währung in den zur Wahl stehenden Reiseländern informieren. Gibt es Möglichkeiten mit Euro zu bezahlen? Wo kann ich mein Geld in die gewünschte Währung tauschen lassen? Das sind Fragen, die Sie vorab klären sollten. Genauso verhält es sich mit den Bezahlweisen: In vielen Ländern hat die Kreditkarte schon das Bargeld abgelöst. Vor allem bei Mautstellen ist es oftmals der Fall, dass nur noch Kartenzahlung möglich ist. Außerdem können Informationen über Geldautomaten und die jeweiligen Kosten für das Geldabheben nützlich sein.

7.) Campingplätze besuchen oder lieber Wildcampen

Eine Camper-Reise bringt pure Freiheit mit sich: Sie haben Ihre eigenen vier Wände stets dabei und wachen jeden Tag an den fantastischsten Orten der Welt auf. Viele Camper möchten die Landschaften und die Ruhe in vollen Zügen genießen und stellen daher ihr Wohnmobil gerne frei in der Natur ab. Doch Vorsicht: In vielen Ländern ist das Wildcampen oder das Campen in der freien Natur verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet. Oftmals bieten diese Länder aber alternativen Stellplätze in der Natur an: Diese sind meist sehr ruhig gelegen und verfügen teilweise auch über Feuerstellen und Wasseranlagen.

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