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Das heilende Element – Gesundheitsreisen mit Wasserkur

Der menschliche Körper besteht zu etwa 75% aus Wasser, weshalb Aufenthalte in natürlichen Gewässern mitunter auch sehr regenerativ auf unseren Organismus wirken. Einige Wasserquellen haben dabei ganz besonders heilsame Eigenschaften.

Schon im Mittelalter wurde Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen ein Aufenthalt am Meer empfohlen. Der hohe Salzgehalt der Meeresluft wirkt reinigend auf die Bronchien und erleichtert nachhaltig das Atmen. Auch Hauterkrankungen reagieren überaus positiv auf regelmäßige Bäder in Salzwasser und mineralhaltigen Thermen und lassen sich durch gezielte Anwendung teilweise sogar langfristig beheben. Kneipp-Kuren wiederum werden wegen ihrem durchblutungsfördernden Effekt von Patienten mit Gefäßerkrankungen oder Rheuma hochgeschätzt. Aufgrund des medizinischen Mehrwerts ist ein Wellnessurlaub mit Wasserkur heutzutage deshalb für viele der Inbegriff einer erfolgreichen Gesundheitsreise.

Gesundheitsreise ans Tote Meer

Die wohl berühmteste Wellness-Oase mit Wasserkur stellt gewiss das Tote Meer dar. Wenngleich man den Namen dieses riesigen Sees im äußersten Südwesten der Arabischen Halbinsel nicht auf Anhieb mit Vitalität assoziieren mag, so hat er doch mehr als belebende Eigenschaften. Sein hoher Salzgehalt von bis zu 33% ist legendär und insbesondere für Patienten mit chronischen Hautkrankheiten ein Grund für regelmäßige Urlaubsaufenthalte an den Ufern des Toten Meeres. In schwerwiegenden Krankheitsfällen werden entsprechende Gesundheitsreisen sogar von der Krankenkasse finanziert. Zudem gibt es eine Fülle medizinischer Pflegeprodukte, die Totes-Meer-Salz als primären Wirkstoff verwenden. Die hocheffiziente Heilwirkung des Salzes geht dabei auf seine einzigartige Zusammensetzung zurück

Klimakur im Orient

Als Kurort für Wasserbehandlungen steht das Tote Meer unumstritten auf Platz eins der beliebtesten Reiseziele. Doch auch das Klima der Region ist heilsam, denn der Salzgehalt des Gewässers steigt kontinuierlich in die Seeluft auf. Für therapeutische Maßnahmen gegen Atemwegsbeschwerden wie Asthma sind derartige Luftverhältnisse von großer Bedeutung. Des Weiteren besitzt die Luft des Toten Meeres auch einen höheren Luftdruck und damit einen erhöhten Sauerstoffpartialdruck, was das Atmen erleichtert. Ebenso absorbieren die Druckverhältnisse ultraviolette Strahlung vergleichsweise gut und vermindern so den Einfluss hautschädlicher UV-Strahlung um bis ca. 30%. Menschen mit sensibler Haut bietet der verbesserte UV-Schutz einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Urlaubsländern mit starker Sonneneinstrahlung. Fernab der gesundheitlichen Aspekte gibt es am Toten Meer außerdem viele interessante Kulturstätten zu entdecken, wie etwa die Höhlen von Qumran im angrenzenden Westjordanland. In ihnen wurden Mitte des 20.Jh. die mysteriösen Schriftrollen vom Toten Meer gefunden. Die archäologische Fundstätte ist darum inzwischen ein echter Besuchermagnet geworden. Um Qumran herum liegen zudem weitere faszinierende Höhlenformationen und Felssiedlungen, die für Kulturbegeisterte definitiv einen Besuch wert sind.

Gesundheitsreise nach Griechenland

In den sonnigen Breitengraden des Mittelmeers gelegen, ist die griechische Insel Kos jährlich Reiseziel für unzählige Badegäste aus aller Welt. Weiße Sandstrände und Sehenswürdigkeiten wie die Ruinen des Asklepieion oder die Kapelle Christos Dikeos gelten als Paradebeispiele griechischer Kultur und sollten bei keiner Besichtigungstour fehlen. Für Wellness-Reisende ist daneben auch die mediterrane Küche ein einmaliger Pluspunkt. Verschiedene medizinische Studien zeigten in der Vergangenheit auf, dass die Bewohner des Mittelmeerraumes aufgrund ihrer Ernährung deutlich gesünder Leben und wesentlich seltener an klassischen Volkskrankheiten wie Bluthochdruck oder Arteriosklerose leiden. Ernährungskonzepte wie die Mittelmeer-Diät sind darum schwer im Kommen. Bei einem Urlaub in Griechenland kann man sich hierzu vor Ort ein paar nützliche Kniffe von den Profis abschauen.

Griechische Schwefelbäder für die Gesundheit

Etwa 12km von Kos-Stadt entfernt und relativ ungewöhnlich für eine Thermalquelle, ragt das 25m² große Felsenbecken der Embros-Therme direkt ins Meer hinein. Dort entspringt sie unter Wasser einer alten Vulkanspalte, die kontinuierlich ca. 49°C heißes Wasser ausstößt. Charakteristisch für die Therme ist ein hoher Schwefelanteil, der gemeinsam mit dem Salzgehalt des Meerwassers äußerst heilsam bei Rheuma, Arthritis, Haut- und Atemwegserkrankungen sein soll. Zusätzlich werden vor Ort Hot-Stone-Massagen, Bodypeelings und Schlammpackungen angeboten, um den Wellnessfaktor weiter zu steigern. Eine passende Wellness-Unterkunft unweit der Therme findet sich im Michelangelo Resort & Spa bei Agios Fokas. Von hier aus ist es bis zur Therme nur ein kurzer Fußweg von ca. 45min. Es wird empfohlen die Stoßzeiten während des Tages zu meiden und sich stattdessen entweder in den frühen Morgenstunden oder nachmittags zur Thermalquelle zu begeben. Bis dahin kann man sich am hoteleigenen Pool mit Meerblick schon einmal gemütlich auf das Heilbad vorbereiten.

Gesundheitsreise nach Bayern

Wer für seinen Wellnessurlaub nicht allzu weit reisen möchte, der findet in Bayern ein ideales Reiseziel. Das Bundesland ist für seine natürlichen Mineralquellen bekannt und bietet nicht nur einige der hochwertigsten Mineralwassersorten Deutschlands, sondern auch eine Fülle an mineralischen Thermalbädern. Ein besonderer Tipp ist die Therme Bad Wörishofen. Das Thermalbad ist Teil der Schwäbischen Bäderstraße, die in Süddeutschland eine Gesamtheit von neun Heilbädern und Kurorten miteinander verbindet. Ein Eldorado für Personen mit chronischen Beschwerden und hier vor allem für Patienten mit Rheuma oder Venenleiden

Geburtsstätte der Kneipp-Kur

Bad Wörishofen stellt einen der wichtigsten Wirkungskreise des Erfinders der Kneipp-Kur, Sebastian Kneipp. Er war im 19.Jh. langjährig als Pfarrer der Gemeinde tätig und entwickelte an den örtlichen Thermen die frühen Ansätze seiner Wassertherapie. Der Kurort gilt deshalb als Ursprung von Kneipps berühmter Behandlungsmethode und versteht sich in besonderem Maße auf die korrekte Anwendung der Kneipp-Kur. Eine wichtige Sehenswürdigkeit des Ortes ist dementsprechend das Kneippmuseum im Kloster Wörishofen, das die Errungenschaften des heilkundigen Pfarrers ehrt und sein Wissen für die Nachwelt bewahrt. Die Therme Bad Wörishofen selbst bietet mit einer Fördertemperatur des Thermalwassers von gemütlichen 37°C sowie 16 verschiedenen Wasserbecken, zu denen neben zwei Kneippbecken auch eine mystische Steingrotte und spezielle Mineralbecken gehören, einen exklusiven Hort der Erholung. Diverse Kurangebote, die von Wassergymnastik, einem 2.000m² großen Saunabereich und Dampfbadsitzungen mit spezieller Aromatherapie bis hin zu Infrarot- und Farbtherapie reichen, runden das vielfältige Wellnessangebot der Therme ab.

Cuxhaven – Watt und Wellen für das Wohlergehen

Die meisten Hotels in Cuxhaven liegen nur einen Steinwurf vom Thalassozentrum ahoi! entfernt – ein Heilbad, das sich auf die heilende Kraft der Nordsee spezialisiert hat. Mit Salzwasser-Therapien, Meeresluft-Dampfbädern, Algen- und Schlammpackungen rückt man dort Hautbeschwerden, Lymph- und Atemwegserkrankungen zu Leibe. Darüber hinaus bietet das Heilbad ein authentisches, nordisches Erlebnisbecken mit Wellensimulator, der die Gezeiten des Küstenabschnitts vor dem Zentrum direkt in die Schwimmhalle holt. Wem die salzige Atmosphäre des Bades Lust auf Meer bereitet, der kann sich danach in einem der örtlichen Fischrestaurants im Krabbenpulen üben oder entspannt auf eine Wattwanderung am Cuxhavener Strand begeben. Ein interessantes Wanderziel, das man nach dem Muschelsammeln wenigstens einmal ansteuern sollte, ist die Aussichtsplattform Alte Liebe. Von dort aus kann man nicht nur das Panorama des Wattenmeers optimal bewundern, sondern zugleich auch den Schiffsverkehr beobachten, der Cuxhaven täglich in Form von Fischkuttern und Handelsfrachtern passiert. ADAC Reisen bietet Ihnen außerdem nützliche Tipps und Infos für den nächsten Nordseeurlaub.

Den Geysiren auf der Spur

Als größte Vulkaninsel der Welt ist Island selbst eigentlich schon eine beeindruckende Sehenswürdigkeit für sich. Es brodelt an so manchen Stellen der Insel, deren Name kontroverserweise „Eisland“ bedeutet. Doch wo die Lava siedet, ist in Island tatsächlich auch Eis und damit Wasser nicht weit. Zwischen dampfenden Felsspalten und urzeitlichem Vulkangletschern liegen nämlich einige der schönsten Geothermen der nördlichen Hemisphäre. Hautnah und gleichzeitig tiefenentspannt beobachten lassen sich die rauen Urkräfte Islands vom Beckenrand der hiesigen Spas. Zu nennen wären diesbezüglich unter anderem die Bláa Lónið (Blaue Lagune) und das Mývatn Naturbad, die der Inselhauptstadt Reykjavík jüngst den Titel „Spa City“ einbrachten. Was besagte Badeorte zu medizinisch wertvollen Besonderheiten macht, sind die heilenden Zusätze, die sich aus den inseleigenen Gesteinsformationen in das Thermalwasser ergeben. Auf seinem Weg aus den felsigen Untiefen an die Erdoberfläche nimmt das Wasser nämlich große Mengen an Kieselerde und Mineralien aus dem Vulkangestein auf. Regelmäßige Bäder in isländischen Naturspas zeigen darum eine hervorragende sowie wissenschaftlich belegte Wirkung gegen Hautkrankheiten und dermale Unreinheiten. Doch auch ohne konkrete Beschwerden sind Islands heiße Quellen Erholungsbäder der Extraklasse. Wer seinen Wellnessurlaub im rauen aber regenerativen Vulkanidyll komplett machen will, dem empfehlen wir ergänzend einen Aufenthalt in einem von Reykjavíks schönsten Naturhotels, dem Storm Hotel Reykjavík. Naturholz-Optik und zarte Erdtöne dominieren hier das Ambiente, was die tiefe Verbundenheit der isländischen Lebensweise mit ihrer natürlichen Umgebung widerspiegelt. Und jeder, der sich für ein paar Tage in dem Hotel niederlässt, wird unweigerlich etwas von dieser Naturverbundenheit mit nach Hause nehmen. ADAC Reisen bietet Interessierten darum nützliche Tipps und Informationen für die nächste Island-Rundreise.

Jenseits des Wassers

Natürlich kann man auch auf Gesundheitsreise gehen ohne sich ganz dem Wasser zu verpflichten. Sie können zwischen vielfältigen Konzepten wählen und ihre Reise ganz nach Ihren Vorlieben wählen. Möchten Sie mehr Sport betreiben, so finden Sie auch dazu passende Angebote – ob eher ruhig und entspannend wie Yoga oder Pilates oder eben auch aktiver mit Fahrradfahren oder Wandern. Testen Sie Heilfasten in der Schweiz oder planen Sie einen Ayurvedaurlaub in Spanien. Ob Kurzurlaub oder Fernreise, es gibt auch einige Reiseangebote, die ärztlich begleitet werden. So können Sie sich unbeschwert auf Entdeckungsreise begeben und haben immer einen Begleiter, der zur Seite steht und auch mit den medizinischen Gegebenheiten vor Ort vertraut ist. Lassen Sie sich im ADAC Reisebüro vor Ort, online oder telefonisch zu passenden Angeboten beraten.

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