Wintersport Trends

Wintersport Trends für Skifahrer: Skitouring, Skijöring und Heliskiing

Wenn Sie begeisterter Skifahrer sind, aber statt klassischem Alpinski einmal etwas Neues testen möchten, haben Sie die Qual der Wahl: Skitouring für Wintersportler mit ausgezeichneter Kondition, Skijöring, bei dem Sie ungeahnte Geschwindigkeiten entwickeln können, und Heliskiing für alle, die im wahrsten Sinne des Wortes hoch hinauswollen.

Beim Skitouring meistern Sie sowohl den Aufstieg als auch die Abfahrt sowie die Wanderung auf ebenem Gelände auf Ski. Spezielle Tourenski und zusätzliche Skifelle, Steighilfen und Harscheisen ermöglichen Skitouren auf unterschiedlichen Oberflächen (Tiefschnee, vereister Schnee etc.) und bei unterschiedlichem Gefälle.
Im Gegensatz zum Alpinski sind Sie damit unabhängig von Skiliften oder anderen Transportmitteln und können daher auch Touren in unberührter Natur unternehmen.

Skitouring - Wintersport Trends - ADAC Reisen

Skitouring - Blick über Landschaft

Essenziell ist neben einer erprobten und funktionsfähigen Ausrüstung selbstverständlich ein großes Maß an eigener Erfahrung oder aber ein entsprechender Guide, um die Herausforderungen des Geländes und die im Hochgebirge plötzlich auftretenden Wetterumschwünge einschätzen zu können. Nie unterschätzt werden sollte die Gefahr von Lawinen!

Besonders eindrucksvoll sind Skitouren in den eisigen Weiten Norwegens und in den spektakulären Landschaften der Alpen, beispielsweise im Montblanc-Massiv.

Eng verwandt mit dem Skitouring ist das Skibergsteigen, bei dem insbesondere auf das tatsächliche Erklimmen von Berggipfeln Wert
gelegt wird. Weniger geübten Wintersportlern seien zunächst kürzere Touren und nicht allzu steile Hänge empfohlen, um die eigenen Kräfte nicht zu überfordern.

 

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Beim Skijöring setzen Sie nicht nur Ihre Körperkraft ein, sondern lassen sich an einem Seil von einem Pferd, von Schlittenhunden oder einem Motorfahrzeug wie einem Schneemobil oder einem PKW ziehen. Das Prinzip ähnelt dem Wasserskifahren. Seinen Ursprung hat Skijöring in Skandinavien; bekannte Wettbewerbe werden aber auch in der Neuen Welt, zum Beispiel in Leadville im US-Bundesstaat Colorado ausgetragen.

Wer sich als Neuling in dieser Disziplin versuchen will, findet in Kärnten optimale Bedingungen und Kurse für Anfänger, bei denen sich der Skifahrer von speziell ausgebildeten Pferden durch den Schnee ziehen lassen kann.

Auch manche Motorsportclubs bieten Skijöring an. Besonders authentisch ist es natürlich, sich in Schweden oder Norwegen im Skijöring zu versuchen und sich von einem Gespann mit Schlittenhunden durch die schneebedeckten Weiten ziehen zu lassen. Entscheidend sind neben Kraft und Ausdauer vor allem Koordination und Konzentration, um nicht zu stürzen und nicht „aus der Kurve zu fliegen“.

Heliskiing - Wintersport Trends - ADAC Reisen

Heliskiing

Heliskiing ist ein Wintersport Trend für Urlauber und Sportler, die das Ausgefallene suchen. Anstatt mit dem Skilift wird der Skifahrer mit dem Helikopter auf den Hang befördert – dies ermöglicht auch Abfahrten in wenig erschlossenen und unzugänglichen Regionen.

Das Gefühl, über unberührten Schnee zu Tal zu rasen, ist unvergleichlich, ebenso wie der Eindruck der grandiosen Natur fernab von touristisch stark frequentierten Skigebieten. Soviel Exklusivität hat natürlich einen entsprechenden Preis.

Heliskiing wird vor allem in Kanada, Alaska, Russland und Neuseeland angeboten, doch auch in Europa können Sie dieses einmalige Erlebnis
genießen, so in einigen wenigen ausgesuchten Gebieten in Österreich (Vorarlberg) und Italien (beispielsweise Val Formazza oder Monte Rosa) sowie in der Schweiz, wo bestimmte Gebirgslandeplätze angeflogen werden.
Ein einzigartiges Erlebnis: Heliskiing in Nord-Island mit Abfahrten auf schneebedeckten Vulkanen!

 

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Ein Wintermärchen: beim Schneeschuhwandern traumhafte Natur erleben

Als Alternative zum Skilanglauf wird Schneeschuhwandern immer beliebter. Auch hier geht es nicht um größtmögliche Geschwindigkeit oder sportliche Höchstleistungen, sondern darum, Natur zu entdecken und zu erleben und gleichzeitig Fitness und Ausdauer zu trainieren.

Spezielle Schneeschuhe, bei denen sich das Körpergewicht auf eine größere (längere und breitere) Fläche verteilt, wodurch ein Einsinken im Schnee verhindert wird, wurden schon von den nordamerikanischen Ureinwohnern eingesetzt, um sich in ansonsten unzugänglichen, weil tief verschneiten Gebieten fortzubewegen.

Schneeschuhwandern - Wintersport Trends - ADAC Reisen

Ausrüstung Schneeschuhwandern

Beim modernen Schneeschuhwandern sind Sie mit hochfunktionalen Schuhen (angepasst an das jeweilige Gelände, also beispielsweise Pulver- oder Hartschnee) und zusätzlichen Stöcken unterwegs – wer in diesen Wander- und Wintersport hineinschnuppern möchte, kann die Ausrüstung auch erst einmal ausleihen.

Schneeschuhwandern ist in allen bekannten Wintersportgebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich. Besonders abwechslungsreiche, geführte Schneeschuhwanderungen werden im Montafon, in den Französischen Alpen und in der Gegend rund um Garmisch-Partenkirchen angeboten. Nehmen Sie sich eine Auszeit vom Alltag und entdecken Sie auf Schneeschuhen verzauberte weiße Welten!

 

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Die Kraft des Windes nutzen: Snowkiting und Snowfen

Als Snowkiting wird die Wintersport-Variante des Kitesailings, also des Segelns mit Lenkdrachen, bezeichnet. Auch beim Snowkiting kommt ein Zugdrachen zum Einsatz, der das eigentliche Fortbewegungsmittel, welches entweder Ski oder Snowboard sein können, zieht.

Voraussetzung sind natürlich entsprechende Wetterverhältnisse, also ein konstanter Wind, sodass der Drachen den Skifahrer bzw. Snowboarder in die gewünschte Richtung ziehen kann.

Beim „Segeln“ über den Schnee entwickelt sich ein begeisterndes Gefühl von Geschwindigkeit und Schwerelosigkeit, da es weniger die eigene Körperkraft als vielmehr die Kombination von Gewicht, Windkraft und geeignetem Untergrund ist, welche die Beschleunigung bewirkt.

Zu empfehlen ist diese Wintersport-Art allen, die sich auf Snowboard oder Ski sicher bewegen können und über eine gute Körperbeherrschung verfügen. Profis erreichen beim Snowkiting beeindruckende Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern. Besonders beliebte Gebiete sind große zugefrorene Seen wie der italienische Reschensee oder der Silvaplanersee im Oberengadin.

Snowfen - Wintersport Trends - ADAC Reisen

Snowfen

Auch beim Trendsport Snowfen wird die Kraft des Windes ausgenutzt, um hohe Geschwindigkeiten zu erzielen. Wie der Name verrät, ist das Snowfen aus dem Surfen entstanden: Auf einem mit Kufen versehenen Brett, an dem ein Segel befestigt ist, gleiten Sie über Schnee- und Eisflächen.

Hier können Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Optimale Reviere sind ebenfalls zugefrorene Seen, aber auch flache Schneeflächen.

Übrigens: Um diesen Wintersport einmal auszuprobieren, brauchen Sie nicht ins Gebirge zu fahren – Snowfen und Eissurfen kann bei entsprechenden Witterungsbedingungen auch im Flachland, zum Beispiel auf dem Berliner
Müggelsee ausgeübt werden. Ganz wichtig: Wagen Sie sich nur dann aufs Eis, wenn Sie sicher sind, dass es Sie samt Brett und Ausrüstung trägt!

Snowbiking - die perfekte Kombination von Ski und Fahrrad

Wer gerne Fahrrad fährt, wird Snowbiking lieben. Im Prinzip ist dieser Wintersport Trend eine Kombination von Ski- und Radfahren: Ursprünglich als „Sitz-Ski“ designt, besitzt ein Snowbike Lenker und Sattel. Statt auf Rädern fährt es auf Kufen. Moderne Modelle sind leicht zu handhaben, können platzsparend zusammengeklappt und damit bequem transportiert werden. Der Vorteil: Auch Anfänger lernen schnell, ein Snowbike sicher zu beherrschen.

Auf ein Minimum an Eingewöhnung folgt ein Maximum an Spaß – mit dem Snowbike können Sie auf normalen Pisten und auch auf Eis, im Tiefschnee wie im Pulverschnee fahren. Vermietungen und Kurse für Snowbikes stehen Ihnen in den meisten Wintersportgebieten zur Verfügung. Übrigens ist Snowbiking, ebenso wie Fahrradfahren, ein hervorragendes Fitness- und Konditionstraining, bei dem mehrere Muskelgruppen beansprucht und ordentlich Kalorien verbrannt werden.

Aus Grün wird Weiß: Schnee- und Eisgolf in Grönland und Österreich

Bereits seit über 15 Jahren werden in Grönland die Weltmeisterschaften im Eisgolf auf dem zugefrorenen Uummannaq-Fjord ausgetragen. Doch auch bei Amateursportlern erfreut sich die Winter-Variante des Golfsports zunehmender Beliebtheit.

Gespielt wird nicht auf Rasen, sondern auf Schnee- und Eisflächen – entsprechend heißen die Greens hier Whites und selbstverständlich ist der Ball nicht weiß (was es nahezu unmöglich machen würde, ihn wiederzufinden), sondern rot oder orange. Schnee- und Eisgolf-Möglichkeiten bieten sich unter anderem auf dem Weissensee in Kärnten.

Rasante Wintersport Trends: Schnee-Zorbing und Airboarding

Zu den eher ungewöhnlichen und noch nicht flächendeckend verbreiteten Wintersport Trends gehört das sogenannte Schnee-Zorbing. Ein Zorb (abgeleitet vom englischen Begriff „orb“ = „Kugel“) ist eine aufblasbare, durchsichtige und im Durchmesser ca. drei Meter große Kugel aus PVC, in der sich, geschützt von einer Luftpolsterschicht, eine kleinere, ebenfalls durchsichtige Kugel befindet. In dieser Innenkabine reist der Zorbonaut.

Der Zorb rollt einen schneebedeckten Hang hinab ins Tal, wobei der Passagier auch durch eigene Laufbewegungen die Geschwindigkeit, die ohnehin schon recht groß ist, noch zusätzlich beschleunigen kann. Schnee-Zorbing ist aufregend und ein Adrenalin-Kick für Wintersportler, die auf der Suche nach etwas Neuem sind, erfordert aber Kraft und eine gute Körperkoordination. Es ist durchaus nicht ungefährlich und daher nur auf einfachen Pisten erlaubt.

Zu den derzeit angesagtesten Wintersport Trends gehört das Airboarding, bei dem es sich gewissermaßen um eine rasante Weiterentwicklung des Schlittenfahrens handelt. Das Airboard ist jedoch ein echtes High Tech-Sportgerät – ein aus strapazierfähigem Kunststoff gefertigtes Luftkissen, so groß wie ein Schlitten, mit geringem Eigengewicht und aufblasbar. Auf dem Bauch liegend und mit dem Kopf voran, saust der Airboarder auf diesem luftgefüllten Kissen die Pisten hinab. Unverzichtbar ist auch hier selbstverständlich ein Helm.

Profis erzielen nicht nur Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern, sondern wagen atemberaubende Sprünge. Für Anfänger gibt es Kurse, die Ihnen schon nach wenigen Stunden die ersten aufregenden Abfahrten ermöglichen. Den Trendsport können Sie in Wintersportgebieten in der Schweiz, Österreich und Bayern (zum Beispiel in Oberstdorf im Oberallgäu) auf speziell ausgewiesenen Pisten ausprobieren.

 

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