Viktoria Fälle - Faszinierendes Naturwunder im südlichen Afrika

Viktoria Fälle in Afrika - der breiteste Wasserfall weltweit

Die Victoria Falls im südlichen Afrika zählen zu den spektakulärsten Wasserfällen der Erde. Besonders beeindruckend ist die Breite der Viktoria Fälle - über 1,7 Kilometer ist die Abbruchkante lang, auf der sich der Sambesi, der Grenzfluss zwischen Sambia und Simbabwe, in die Tiefe stürzt.

Damit gelten die Victoria Falls als der breiteste durchgehende Wasserfall weltweit. Die durchschnittliche Fallhöhe beträgt rund 100 Meter, an der höchsten Stelle fällt das Wasser 108 Meter tief. Bekannte Teilfälle sind beispielsweise der Devil's Cataract (61  Meter hoch) und die 99 Meter hohen Rainbow Falls.

Reisejournal Viktoria Fälle - ADAC Reisen

"Donnernder Rauch"

Die Victoria Falls stellen in mehr als einer Hinsicht ein Naturschauspiel der Superlative dar: So beträgt gegen Ende der Regenzeit (Februar/März), wenn der Sambesi besonders viel Wasser führt, die durchschnittliche Menge herabstürzenden Wassers 500 Millionen Liter pro Minute. Der aufsteigende Wassersprühnebel erreicht eine Höhe  von 300 Metern und ist bei klarer Sicht noch in 30 Kilometern Entfernung sichtbar.

Mindestens ebenso eindrucksvoll ist das rumorende Donnergeräusch, das die Wassermassen des 2 Kilometer breiten Flusses verursachen. Diesen beiden Phänomenen verdanken die Viktoriafälle ihren Namen: Mosi-oa-Tunya in der Kololo-Sprache, was auf Deutsch so viel wie "donnernder Rauch" bedeutet.

"Donnernder Rauch" - UNESCO-Weltnaturerbe Viktoria Fälle

Der erste Europäer, der die Wasserfälle entdeckte, war der schottische Afrikareisende und Missionar David Livingstone, und zwar am 16.11.1855. Livingstone benannte den Wasserfall nach der britischen Königin Victoria und beschrieb ihn als "das schönste, das er in Afrika je zu Gesicht bekam".

Eine Bronzestatue auf der sambischen Seite des Flusses erinnert an den berühmten Forschungsreisenden, außerdem trägt nicht nur Sambias Hauptstadt, sondern auch eine der Inseln in unmittelbarer Nähe der Victoria Falls seinen Namen. Seit 1972 gehören die Viktoria Fälle zum Mosi-oa-Tunya-Nationalpark. 1989 wurden sie zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt.

 

Regenwald-Ökosystem - Reisejournal Viktoria Fälle - ADAC Reisen

Regenwald-Ökosystem

Entstanden sind die Victoria Falls durch Erosion, bedingt durch das Einwirken des Flusswassers auf mit Sedimenten gefüllte Basaltgesteine, die hier im Grenzgebiet von Simbabwe und Sambia in einer speziellen Formation vorliegen und rechtwinklige Kluftsysteme ausgebildet haben.

Doch nicht nur aufgrund dieser geologischen Besonderheiten wurden die Victoria Falls in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Allein durch die Feuchtigkeit des aufsteigenden Sprühnebels ist rund um die Fälle ein eigenes Regenwald-Ökosystem mit einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten entstanden. Die Klippen, Inselchen und Klüfte in der unmittelbaren Umgebung dienen darüber hinaus bedrohten Vogelarten wie beispielsweise dem Taitafalken als Nistplatz.

Die Viktoria Fälle zu Wasser und aus der Luft erleben

Ein Besuch der Victoria Falls ist ein Höhepunkt jeder Afrikareise - die grandiosen Wasserfälle sind eines der eindrucksvollsten Naturwunder des Schwarzen Kontinents. Sowohl in Simbabwe (Victoria Falls National Park) als auch in Sambia (Mosi-oa-Tunya-Nationalpark) hat sich rund um die Fälle eine ausgezeichnete touristische Infrastruktur entwickelt.

Mehrere Wanderwege auf beiden Seiten bieten Ihnen eine Vielzahl dramatisch schöner Ausblicke auf die wild tosenden Fluten. Eine gute Aussicht haben Sie auch von den beiden den Sambesi überspannenden Brücken Knife Edge Bridge und Victoria Falls Bridge.

Helikopterflug - Reisejournal Viktoria Fälle - ADAC Reisen

Blick aus dem Helikopter

Bei einem Helikopterrundflug erleben Sie das Naturschauspiel aus einer ganz neuen Perspektive und genießen zusätzlich einen wundervollen Ausblick auf den Sambesi-Fluss.

Wer es nicht beim bloßen Anschauen belassen, sondern sich den Naturgewalten hautnah nähern möchte, hat die Möglichkeit, Mut und Ausdauer beim Wildwasser-Rafting unter Beweis zu stellen. Die Fahrt ist tatsächlich atemberaubend, erfordert jedoch eine gute Kondition.

Weniger anstrengend, jedoch nicht minder aufregend: Bungee Jumping direkt in den Canyon ist ein echter Adrenalin-Kick und ein unvergessliches Erlebnis.

In Zeiten niedrigen Wasserstands, also von September bis Dezember, können Sie auch ein Bad im sogenannten Devil's Pool, einem natürlichen Becken direkt an der Kante des Wasserfalls wagen.

Wer es beschaulicher angehen möchte, unternimmt eine "Sundowner"-Bootsfahrt auf dem Sambesi oder besucht die Viktoria Fälle bei Vollmond - mit ein wenig Glück erleben Sie einen Mond-Regenbogen, der durch das Zusammenspiel von Wassernebel und Mondlicht entsteht.

Der Mosi-oa-Tunya-Nationalpark an den Viktoria Fällen

Auch der Mosi-oa-Tunya-Nationalpark lohnt einen Besuch. Der ca. 68 Quadratkilometer große Park reicht von den Viktoria Fällen bis 12 Kilometer flussaufwärts am Sambesi entlang. Der Park verfügt über gut ausgebaute Straßen und kann im Rahmen einer Tour oder mit dem eigenen Mietwagen erkundet werden.

Hier treffen Sie auf Elefanten, Rhinozerosse, Zebras und Giraffen, wieder angesiedelte Löwen und Leoparden, Flusspferde, Kaffernbüffel und Weißbartgnus. Ein besonderes Erlebnis ist ein Ritt auf einem Elefanten.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Afrika Special

 Rundreisen rund um die Viktoria Fälle Hotels an den Viktoria Fällen


Zurück zur Übersichtsseite

ADAC Reisen Kontakt

Mo. - So. von 8-20 Uhr
ADAC-Reisen Service - per Formular
Zum Formular
ADAC-Reisen Service - per Telefon
069 - 153 22 55 31
Es gelten die Verbindungskosten Ihres Telefonanbieters.

Home > Reisejournal > Afrika/ Indischer Ozean > Südliches Afrika > Viktoria Fälle