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St. Pauli - ein Stück Hamburg

Komm doch liebe Kleine ... auf der Reeperbahn ...
 
Hell ist dieser Stadtteil Hamburgs in der Nacht. Hell und grell und er erzählt verheißungsvolle Geschichten. Jedenfalls liegt ein Versprechen in der Luft. In St. Pauli suchen die Menschen ihr Vergnügen und die "Große Freiheit", die schnelle Liebe und das Sushi to go.

Das Aushängeschild von Hamburg ist auch gleichzeitig der ärmste Stadtteil der Hansestadt. Trotzdem kommen jedes Jahr ungefähr 24 Millionen Gäste auf einen Besuch vorbei. Kommen auch Sie mit auf einen Streifzug durch Hamburgs Szene-Stadtteil. Wir haben uns die wichtigsten "Sehenswürdigkeiten" vorgenommen ...
 
Die Legende des Kiez
 
Das Synonym für St. Pauli schlechthin ist die "Große Freiheit". Die berühmteste Straße für das schnelle Geschäft mit der Erotik ist nicht anrüchig, sondern Pop-Kultur pur. Hier gibt es für jeden was - von dem Strip-Schuppen bis zur Szene-Disco, vom "Safari" mit einer Live-Sex-Show, über die Eckkneipe. Wer seinen Abend ausklingen lassen möchte, ist hier genau richtig.
 
Wer an die "Große Freiheit" denkt, erinnert sich auch unweigerlich an Hans-Albers. Das Hamburger Urgestein ist unvergessen. Albers, der Hafen-Jung mit viel Seemannsromantik war einer der beliebtesten Schauspieler der UFA und hat das verdorben-romantische Image des Stadtteils in der Bevölkerung geprägt.
 
Durch Albers wurde "St. Pauli" zur Sehnsuchtsprojektion einer ganzen Generation. Am Hans-Albers-Platz steht das Denkmal des "blonden Hans". Der Platz beheimatet viele Restaurants und ist eine gute Adresse für einen Mitternachts-Snack. Genau der richtige Platz um "La Paloma" zu pfeifen.
 
Pommes für Feinschmecker
 
Wer gut essen möchte, aber keine Lust auf weiße Tischdecken und auf Weißwein aus Kristallgläsern hat, der ist beim "Lukullus" genau an der richtigen Adresse. Die Feinschmecker-Imbissbude bietet die beste Currywurst der Welt. Am Lukullus trifft man sich auf St. Pauli: Huren, Geschäftsleute und Touristen. Hier bilden sie einen Melting-Pott, der einzigartig in Hamburg ist und wohl unvergleichbar in Deutschland. Der Geruch von Fett und Ketchup liegt in der Luft und verzaubert das Zusammensein in einen multikulturellen Leckerbissen zwischen St. Pauli-Theater und der "Ritze" (einer berüchtigten Boxerkneipe).
 
Lust auf einen Nachtisch?
 
Auf der Herbertstraße stehen die schönsten Frauen der Stadt weich uns weiße in den Schaufenstern der Lust. Auf diesem Pflaster der "schnellen Nummer" bietet das horizontale Gewerbe den Quicky zwischen Stadtrundgang und dem schnellen Dosenbier an. Kucken ist natürlich auch für den prüden Touristen erlaubt - ja sogar ein Muss.
 
Institutionen im Kiez
 
Eine Mischung zwischen sozialer Institution und Filmkulisse ist die Davidwache. Die Wache ist mehr als eine Polizeistation - sie ist Anlaufpunkt für Touristen, für die leichten Mädchen und dem Alki von der Ecke. Die Beamten gelten als die "Nettesten" der Stadt und haben für jedes Anliegen ein offenes Ohr. Ohne diese Wache würde der Stadtteil seine gute Seele verlieren.
 
Gleich neben der Wache des "Großstadtreviers" steht eine weiter Institution - das St. Pauli-Theater. Der grüne, stolze Bau mit gelben Leuchtlettern ist das kulturelle Zentrum des Stadtteils. Hier herrscht die Hochkultur von Berthold Brecht bis Shakespeare. Das Theater sollte ein fester Terminpunkt für jeden Hamburgbesucher sein! Die Vorstellungen sind meist ausverkauft, daher muss man rechtzeitig Karten vorbestellen.
 
Natürlich darf auch das "Schmidt Theater" nicht vergessen werden. Hier steht nicht so sehr die hohe Kunst, als vielmehr das bunte Treiben im Mittelpunkt. Größen wie Lilo Wanders wurden in diesem "Käfig voller Narren" groß und berühmt - auch hier gilt, Karten sind Mangelware und nur der frühe Vogel fängt den Wurm bzw. die Karte.
 
Ein Tanzcafé aus alten Zeiten
 
Wir lassen den Rundgang im Café Keese ausklingen. Das ehemalige Kontakt-Café für den schnellen Flirt über das Tischtelefon ist zwar schon längst Vergangenheit - aber auch heute ist hier etwas los. Das Gebäude beherbergt den "Quatsch Comedy Club" und natürlich darf hier nach Herzenslust gelacht werden. Natürlich sind auch hier die Tickets knapp und sollten weit im voraus bestellt werden.

St. Pauli ist ein Stadtteil voller spannender Gegensätze. Er schwankt zwischen Rot-Licht-Meile und Touristenattraktion. St. Pauli ist und bleibt aber immer eine Reise wert - also - Junge komm bald wieder -

Quelle: NWP

 

   
   
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