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Wien - L(i)ebenswertes zwischen Kaffeehaus und Prater

Wissenswertes

Im Großraum Wien leben rund 2,5 Millionen Menschen. Die größte Stadt Österreichs beherbergt damit knapp ¼ der Einwohner des gesamten Landes innerhalb ihrer Grenzen. Aufgrund der geografisch zentralen Lage innerhalb Europas ist Wien – insbesondere seit dem Zerfall der Sowjetunion – zu einer Stadt geworden, die sich durch Bewohner unterschiedlichster Herkunft auf der einen Seite und einer Jahrhunderte alten Tradition auf der anderen Seite zu einer liebens- und lebenswerten Stadt entwickelt hat. Kommt man als Tourist zum ersten Mal nach Wien, fällt die Mischung aus Weltstadt und landschaftlicher Schönheit direkt ins Auge. Parkanlagen, Wälder und Wiesen gehören zum Stadtbild dazu, wie die Melange zum Kaffeehaus. Fast die Hälfte des Stadtgebietes ist grün – ein für eine Großstadt eher ungewöhnlicher Umstand. Die größte der Parkanlagen ist zugleich auch eine der Bekanntesten: Der Prater. Im Bezirk Leopoldstadt gelegen, ist diese öffentliche Anlage drei Mal so groß wie der Central Park in New York. Berühmt wurde der Prater aber durch den darin liegenden Vergnügungspark mit dem Riesenrad, einem der beliebtesten und meist fotografierten seiner Art weltweit. Der Wiener selbst spricht bei diesem relativ kleinen Teil des Parks vom „Wurstelprater“. Aufgebaut 1895, wurde der Rummelplatz als „Venedig in Wien“ bezeichnet. Ein Spaziergang durch die weitläufigen Grünflächen und eine Fahrt mit dem Riesenrad sollten – insbesondere beim ersten Aufenthalt in Wien – unbedingt auf der To–do-Liste zu finden sein. Wie sich die Stadt im Licht der Sonne eines schönen Sommertages vom höchsten Punkt des Riesenrades aus majestätisch unter dem Betrachter erstreckt, ist ein Glanzlicht jeder Urlaubsreise.

Sehenswertes

Es gibt hier so viel zu sehen, dass es sich lohnt, die Stadt des Öfteren zu besuchen. Einige der Wahrzeichen und bekanntesten Plätze und Gebäude sollen hier Erwähnung finden und Anreize zum Verweilen bieten:

Der zentral in der Innenstadt gelegene Stephansdom ist ein Wahrzeichen Wiens und ein beeindruckendes Denkmal des gotischen  Architekturstils. Der große Südturm erhebt sich 136 Meter über die Stadt und kann zu Fuß bis auf die halbe Höhe erklommen werden. Das Dach des Doms ist mit hunderttausenden von Ziegeln gedeckt, die in einem zickzack Muster verlaufen und aufgrund der verschiedenen Farben (10 an der Zahl) einen spektakulären Anblick bieten.

ADAC Reisen - Wien - L(i)ebenswertes zwischen Kaffeehaus und Prater

Lippizaner

Die Spanische Hofreitschule in Wien ist für jeden Besucher sehenswert, für Freunde und Liebhaber des Pferdesports aber ein absolutes Muss. Seit über 430 Jahren wird hier die Kunst der „Hohen Schule“ nahezu unverändert und traditionell gelehrt. Eine Vorführung der weißen Lipizzaner durch die Bereiter des Instituts gleicht eher einem Ballet auf vier Beinen und beeindruckt auch den Laien durch das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Tier.

Die Wiener Hofburg ist ein Komplex aus verschiedenen Gebäuden und Anlagen auf mehreren hundert Jahren Österreichischer Geschichte. Heute beherbergen die weitläufigen Hallen mehrere Museen (darunter das Sisi Museum, die Silberkammer, die Kaiserappartements und das Völkerkundemuseum), den Amtssitz des Bundespräsidenten und verschiedene Festsäle. Je nach persönlichem Interesse kann man hier Stunden, aber auch Tage verbringen und in die bewegte österreichische Geschichte eintauchen.
Als eine der Kulturhauptstädte Europas präsentiert sich Wien traditionell und prunkvoll im Bereich der Theater und Schauspielhäuser. Exemplarisch sei hier die Wiener Staatsoper erwähnt, die den alljährlichen „Wiener Opernball“ beherbergt und weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt ist. Vergessen darf man hier aber keinesfalls das Burgtheater, das unter Kennern als eine der prägendsten und anspruchsvollsten Bühnen der Welt gefeiert wird.

Liebenswertes

Was macht Wien aber zu der Stadt, die gerade erst im zweiten Jahr in Folge zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit ausgezeichnet wurde? Einen Großteil der Wärme und Herzlichkeit, die man hier erfährt, vermitteln die freundlichen, hilfsbereiten, auch oft schrulligen, aber fast immer sympathischen Einwohner. Den „Wiener“ an sich gibt es allerdings selten. Die meisten Bürger der Stadt sind erst im Laufe ihres Lebens zu Wahl-Wienern geworden.  Der „Eingeborene“ bezeichnet sich selbst nicht als Wiener, sondern rechnet sich dem jeweiligen Bezirk zu, in dem er lebt. Die überall anzutreffende Architektur der kaiserlich und königlichen Zeit, die Atmosphäre, die zwischen den Kaffeehäusern, den Einkaufsstraßen und den zum Stadtbild gehörenden Fiakern geschaffen wird, ist einmalig in Europa. Das Nachtleben in Wien ist abwechslungsreich und wird jeglicher Vorliebe gerecht. Die Stadt schafft auf unnachahmliche Art und Weise den Spagat zwischen moderner Metropole und prunkvoller Kaiserzeit. Daumen hoch für diese Stadt an der Donau, in der das Leben wirklich lebenswert ist.

Quelle: NWP


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Home > Reisejournal > 2010 > Ausgabe 07/2010 > Wien

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