Rumänien - Siebenbürgen
Dank der "Twilight"-Saga haben Vampire längst ihren Schrecken verloren. Grund genug, um bei einer Reise in die Heimat von Graf Dracula die Kulturlandschaften Siebenbürgens, die bezaubernden Altstädte von Sibiu und Bukarest und natürlich das Dracula-Schloss Bran genauer kennenzulernen.
Dracula-Schloss Bran
Transsilvanien - im Reich der Sachsen und Vampire
Siebenbürgen oder Transsilvanien (was auf lateinisch „jenseits der Wälder“ bedeutet) ist ein historisches Gebiet im südlichen Karpatenraum. Geografisch bildet das ca. 57 000 km2 große Siebenbürgen das Zentrum des heutigen Rumäniens. Der berühmteste Export der Region ist Graf Dracula, der Transsilvanien weltweit berühmt gemacht hat - und das nicht primär als Reiseziel. Was sich allerdings ändern sollte, denn allein die Landschaft zählt zu den schönsten im heutigen Osteuropa! Ein Ausflug durch die verträumten Dörfer - am besten stilgerecht in der Pferdekutsche - fühlt sich wie eine Zeitreise an.
Im 12.Jahrhundert siedelten hier die Siebenbürger Sachsen aus Deutschland an und so können die Innenstädte und Kirchen ihre deutschen Wurzeln nicht verleugnen. Ein besonderes Kennzeichen Siebenbürgens sind die wunderschönen Kirchenburgen, von denen sich übrigens der Name der Gegend ableitet. Damals dienten die befestigten Kirchen dem Schutz der Dorfbewohner, heute sind sie ein absolutes Muss für jeden Rumänien-Besucher. Die schönsten unter ihnen sind Biertan, Prejmer, Saschiz und Viscri, die mit drei weiteren zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Auch die Klosteranlagen Siebenbürgens oder der Regionen Banat oder Maramures sind einen Besuch wert!
Der Zauber von Kultur und Geschichte: Sibiu und Bukarest
Unterwegs in Siebenbürgen
Sibiu (oder deutsch Hermannstadt) war 2007 gemeinsam mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas. Die Stadt ist malerisch am Fluss Zibin, nahe der Südkarpaten gelegen. Seit jeher hat Sibiu den Ruf eines kulturellen und geistlichen Zentrums. Jährlich finden in der quirligen Studentenstadt zahlreiche Festivals statt, darunter das "Internationale Theaterfestival". Bei einem ausgedehnten Stadtrundgang lassen sich zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten wie das Alte Rathaus, der "Dicke Turm" oder die Ursulinenkirche bewundern. Da in Sibiu die älteste Hoteltradition Rumäniens begründet liegt, ist es nicht schwer, eine passende Unterkunft je nach Geschmack und Budget zu finden.
Bukarest dagegen versprüht - wie es sich für eine Hauptstadt mit nahezu zwei Millionen Einwohnern gehört - kosmopolitischen Charme. Zahlreiche Theater, Museen und die französische Architektur brachten der Stadt den Beinamen "Micul Paris", "Kleines Paris", ein. Die Altstadt zwischen dem Platz der Vereinigung, dem Cismigiu-Park der Nationaloper und dem Platz der Revolution bietet Besuchern kilometerlange Boulevards für spannende Erkundungstouren. Unbedingt auf der Sightseeing-Liste stehen sollten der Triumphbogen, das Rumänische Athenäum, das Bukarester Königsschloss und der Parlamentspalast.
Zu Besuch bei Graf Dracula
Wer nach Transsilvanien reist, kommt um einen Besuch auf Schloss Bran nicht herum. 30 km vor der Ortschaft Brasov gelegen, wird das alte Gemäuer Touristen gerne als Dracula-Schloss präsentiert, da es doch sehr der Beschreibung in Bram Stokers gleichnamigen Roman erinnert. Auch wenn davon ausgegangen wird, dass Graf Vlad III. Dracula das Schloss nie betreten hat, sorgt die Stimmung dort für einen herrlichen Nervenkitzel.
Julia Heyne
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