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Paris - O L'amour

„Paris ist immer eine Reise wert“ oder „Paris, die Stadt der Liebe“ sind Sätze, die jeder schon einmal gehört oder gelesen hat. Doch was ist dran an diesem Mythos? Diese Frage möchte ich mit den folgenden Zeilen beantworten. Eins an dieser Stelle vorweg: Paris bietet so unglaublich viel zum Erleben und zum Anschauen, dass ich leider nur einen kleinen,, aber feinen Ausschnitt der schier unendlichen Möglichkeiten aufzeigen kann. Folgen Sie mir also auf meinem Weg quer durch die Stadt.

Nach einem kurzen Frühstück im Hotel geht es in den frühen Morgenstunden hinaus zum Eifelturm. Warum so früh? Erstens möchte ich in dem Zeitraum, der mir hier zu Verfügung steht, viele schöne und lange Tage erleben und zweitens ist der Eifelturm im Licht der aufgehenden Sonne nicht nur ein schönes Bauwerk, sondern ein mit Sonnenstrahlen umwobenes Kunstwerk. Um Punkt 9.30 Uhr fahre ich mit dem ersten Aufzug auf die oberste Plattform und werde mit einem phantastischen Blick belohnt. Bei gutem Wetter und klarem Himmel kann man hier bis zu 80 Kilometer weit sehen. Die meisten der Punkte, zu denen ich im weiteren Verlauf noch kommen werde, kann man von hier oben aus bereits erspähen. 

Wieder auf dem Boden angekommen, wende ich mich in Richtung der beiden Grünanlagen in der direkten Nachbarschaft am anderen Ufer der Seine, den “Jardins du Trocadéro“. Die Wasserfontänen der „Fontaine de Varsovie“ befinden sich im Mittelpunkt der Gärten und bieten ein beeindruckendes Schauspiel, das ich mir einige Zeit anschaue, bevor ich meinen Weg zum Palais des Chaillot fortsetze. Das Gebäude beherbergt vier Museen, die ich mir heute allerdings nicht ansehen werde.

Weiter geht’s über die Avenue Kleber in Richtung „Place Charles de Gaulle“. Nach wenigen Minuten stehe ich direkt unter einem weiteren Wahrzeichen von Paris - dem „Arc de Triomphe“. Der von Napoleon errichtete Triumphbogen ist der perfekte Startpunkt zur weiteren Erkundung der Stadt. Liegt er doch sehr zentral, und die berühmteste Straße von Paris beginnt hier: Die Champs-Élysées. Lieder, Gedichte und Romane wurden über diese Prachtstraße verfasst und auch heute hat sie nichts von ihrem Zauber verloren. Beim Wandeln über das Pflaster atmet man den Geruch der Stadt ein, der sich aus einem Gemisch von Geschichte, Luxus und Liebe zusammensetzt. Geschäfte und Läden jeglicher Art reihen sich entlang der beiden Seiten der Allee, und trotz der vielen Menschen wirkt alles nicht so hektisch und voll, wie man vielleicht vermutet. An einem der kleinen Cafés gönne ich mir einen echten Cafè au Lait und zwei Croissants. Sehr lecker, aber leider auch nicht gerade günstig.

Paris - O L'amour - Notre Dame

Notre-Dame de Paris

Durch die Tuilerien Gärten führt mich mein Weg durch diese größte und älteste Parkanlage der Stadt direkt zum „Place de la Concorde“ mit seinem 22 Meter hohen ägyptischen Obelisken. Von hier aus kann man schon die in Form einer Pyramide gebaute Eingangshalle des berühmtesten Museums der Welt sehen: den Louvre. Wer Kunst liebt, sollte sich dieses gigantische Bauwerk mit seinen weiten Hallen und endlosen Fluren nicht entgehen lassen. Ich habe während verschiedener Aufenthalte in Paris mittlerweile runde fünf Tage darin verbracht, und es gibt immer noch viel zu entdecken.

Südöstlich des Louvre, in etwa 10 Gehminuten Entfernung, überquere ich die Seine, um auf die kleine Insel „Ille de la Cité“ zu gelangen. Hier liegt die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Mit ihren beiden 69 Meter hohen Türmen ist das Gebäude, das von 1182 bis 1345 erbaut wurde und in dem bis zu 10.000 Menschen Platz finden, eine imposante Erscheinung.

Ein Tag in Paris neigt sich schon wieder dem Ende entgegen. Ich gehe noch in einem gemütlichen Restaurant etwas abseits der Touristenströme vorzüglich essen und mache mich auf den Rückweg in mein Hotel.

Um wenigstens noch einige der interessanten Punkte von Paris aufzeigen zu können, mache ich das im Folgenden etwas komprimiert:

Das Centre Georges Pompidou ist architektonisch sowie inhaltlich sehenswert. Es beherbergt verschiedene Museen, eine Bibliothek, Kinos, Theatersäle und das obligatorische Café.

Der berühmte Montmartre, mit der Kirche Sacré Couer und dem Künstlertreff Place du Tertre, sind schöne Ausflugsziele, die aber oft sehr überlaufen sind.

Für mich steht eindeutig fest: Paris ist in jedem Fall eine Reise wert. Ist man verliebt und kann die Sehenswürdigkeiten und kleinen Plätze,  sowie engen Gassen, mit einem vertrauten Menschen gemeinsam erkunden, setzt man den Eindrücken, die die Stadt erweckt noch die Krone auf. Paris als die einzige Stadt der Liebe zu bezeichnen, ist vielleicht etwas übertrieben, aber ein Liebesurlaub in Paris ist alleine wegen des Gefühls, das die Stadt vermittelt, ein unvergessliches Erlebnis.

Quelle: NWP

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Home > Reisejournal > 2010 > Ausgabe 05/2010 > Paris

Server: AvigoProd03.site   Session: F32617876D41E26B4B9828419BB635FA.prod03   Release: 11.24.01.0   vom: 20.02.12