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Mallorca - Buchten und Strände

Badebucht auf Mallorca

Badebucht auf Mallorca

Die Balearen Insel Mallorca wird leider viel zu oft nur mit den immer gleichen, stereotypen Bildern betitelt: Ballermann hier, Schinkenstraße da, betrunkene Touristen und so weiter und so fort. Dabei wird vergessen, wie unglaublich schön Mallorca ist und wie viele, selbst in der Hochsaison wenig frequentierte, Flecken es hier gibt. Ich möchte Sie hiermit einladen, mich auf einem etwas anderen Streifzug über die Insel Mallorca, entlang der Küste, auf den Spuren der kleinen verträumten Buchten und der sonnendurchfluteten Sandstrände zu begleiten.

Beginnen möchte ich am Calo des Marmols, ganz im Süden der Insel. Diese einsame Bucht liegt direkt neben Cap de Ses Salines. Auf der Suche nach Ruhe und Entspannung ist dieses Fleckchen Erde genau das Richtige für gestresste Urlauber, um am Strand die Seele baumeln zu lassen. Einziger Wermutstropfen: Die Bucht ist vom Cap de Ses Salines nur zu Fuß erreichbar. Der Fußweg dauert rund 1 Stunde, aber schon dieser entschädigt den entschlossenen Wanderer mit erstaunlich schöner Landschaft und lässt bereits die Ruhe erahnen, die am Ziel herrscht. Außer der einen oder anderen Jacht, die im Meer vor der Bucht ankert, und gleichgesinnten Urlaubern, ist man hier vor der Masse an Touristen ziemlich sicher. Immer noch ein Geheimtipp. 

Entlang der Ostküste

Weiter geht unsere Reise die Ostküste der Insel entlang zum nächsten Stopp. Die Cala de sa Comuna ist eine kleine Bucht mit wunderschönem Sandstrand, die über ein Felsplateau zu erreichen ist. Erreichbar ist diese Bucht mit dem Auto. Kurz vor der Cala Lombarts biegt man rechts ab und folgt der Straße bis zu deren Ende über der Bucht. Nur der Abstieg vom Plateau zum Strand muss zu Fuß erledigt werden. Das Wasser ist hier besonders sauber und klar und hervorragend geeignet zum Baden oder Schnorcheln. Durch die verhältnismäßig leichte Erreichbarkeit ist hier mit etwas mehr Gesellschaft zu rechnen.

Eine weitere abgelegene Bucht finde ich in der Nähe von Porto Cristo. Cala Varques ist ein von Felsen umrahmter Strand, dessen Zufahrt nicht ganz leicht zu finden ist. Die MA 4014 von Porto Cristo Richtung Portocolom verlasse ich nach rund 6 Kilometern (kurz vor der Ausfahrt nach Manacor) und biege in einen unscheinbaren Feldweg nach links ein. Ich gebe allerdings zu, dass ich beim ersten Versuch sang- und klanglos an der Abzweigung vorbei gerauscht bin. Nach rund 1,4 Kilometern endet der Weg ziemlich abrupt vor einem Eisentor. Dieses ist allerdings nur halb geschlossen, so dass ich zu Fuß ungehindert passieren kann; das Auto lasse ich einfach davor in der kurzen Schlange anderer Autos zurück. Ein mit Sand und teilweise Steinen bedeckter Weg führt nach rund 800 Metern Fußweg zum Ziel. Der Strand ist zwar in Privatbesitz, die Nutzung aber erlaubt. Im Meer vor dem rund 70 Meter langen Sandstrand liegen oft kleine und größere Yachten vor Anker, deren Eigner ebenfalls die traumhafte Kulisse und die Abgeschiedenheit der Bucht lieben. Der Sand ist wunderbar fein, der Strand sauber und ohne die sonst oft vorhandenen Seegrasbüschel einfach schön. 

Wo Mallorca noch ursprünglich ist

Ein neuer Tag, ein neuer Strand. Im Nordosten von Mallorca gelegen liegt die Cala Torta. Der in einem fast vollständig unbewohnten und ursprünglichen Landstrich gelegene breite Sandstrand lädt mich ein, einen ganzen Tag faul in der Sonne zu verbringen. Seit die Zufahrtsstraße vor einigen Jahren erneuert und ausgebaut wurde, ist hier mit etwas mehr Urlaubern zu rechnen, trotzdem ist dieser Strand noch lange nicht überlaufen. Die Zufahrt ist gut ausgeschildert und, von der MA 15 in Richtung Cala Rajada ausgehend, einfach zu finden. Für Kinder und Nichtschwimmer ist dieser Strand nicht geeignet, da das Ufer steil ins Wasser abfällt.

Während meines Aufenthalts in Cala Torta habe ich einen Tipp bekommen, dem ich unbedingt noch nachgehen muss. Mein Weg führt mich daher noch einmal Richtung Süden, genauer gesagt zum Strand Es Trenc. Gelegen zwischen Sa Ràpita und der Colònia Sant Jordi, befindet sich dieser über 5 Kilometer lange Traumstrand in leicht zugänglicher Lage. Seichtes und klares Wasser, ein wunderbarer Seeblick und viel Platz werden mit etwas mehr Besuchern an diesem Strand erkauft. Mir gefällt es sehr gut und nach den Tagen der reinen Erholung finde ich die Gesellschaft von anderen Besuchern sehr angenehm. 

Mandelblütenmeer im Februar und März

Ein schöner Urlaub neigt sich dem Ende entgegen und ich habe diesen Trip sehr genossen. Ich habe einige kaum bekannte Buchten und Strände gefunden, die ich mir ganz bestimmt ein weiteres Mal anschauen werde, denn eins ist sicher: Mallorca hat noch viele dieser kleine Schmuckstücke zu bieten und mit etwas Zeit werde ich auch diese noch finden können.

Eines möchte ich an dieser Stelle gern noch anfügen: Wer sich etwas außerhalb der Saison auf Mallorca aufhalten möchte, dem sei die Zeit zwischen Februar und Anfang März ans Herz gelegt. Die Mandelbäume, von denen es auf der Insel Tausende gibt, blühen in dieser Zeit in weiß und rosa und verwandeln große Teile der Insel in ein wahres Blütenmeer.

Quelle: NWP

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Home > Reisejournal > 2010 > Ausgabe 04/2010 > Mallorca

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