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100 Jahre Etosha Nationalpark

Tierisch schön: Etosha

Der Etosha Nationalpark, mit 22270 Quadratkilometern mehr als halb so groß wie die Schweiz, ist eine überaus tierreiche "Arche Noah" im südlichen Afrika und der Höhepunkt einer jeden Namibia-Reise.

Bereits 1907 erklärte der erste Gouverneur der deutschen Zivilverwaltung, Friedrich von Lindequist, große Teile im Norden Namibias, einschließlich der Etosha-Pfanne, zum Nationalpark. Er wollte den Tierreichtum vor Jägern und Wilderern bewahren. Das ist ihm gelungen.

Der Tierreichtum ist riesig: Breitmaul- und Spitzmaulnashörner, Elefanten und Streifengnus, Giraffen und Zebras, Löwen, Leoparden und Geparde, Dikdiks, Impalas, Elen, Tausende von Springböcken, diverse Antilopenarten - darunter natürlich Oryxantilopen, die ebenso scheuen wie schönen Wappentiere Namibias - und unzählige weitere Säugetiere sowie Reptilien und über 300 Vogelarten haben hier ihren Lebensraum.

Derzeit bevölkern zum Beispiel 1500 Elefanten, 1800 Giraffen, 300 Spitzmaulnashörner und 300 Löwen den ganzjährig geöffneten Park, der 2007 sein hundertjähriges Bestehen mit vielen Jubiläums-Safaris feiert. Auf zum großen Fest der Tiere!

"Brehms Tierleben", so könnte man den Artenreichtum hier fast bezeichnen, spielt sich hauptsächlich an den Wasserlöchern rund um die Etosha-Pfanne ab, der "Große weiße Platz", wie die Ovambo ihn nennen. Vielleicht haben Sie ihn bereits beim Landeanflug auf Windhoek entdeckt.

Die rund 30 Wasserstellen sind auch in der Trockenzeit von März bis November mit Wasser gefüllt und eignen sich hervorragend als Beobachtungsposten, wenn sich die Tiere in der Morgen- und Abenddämmerung friedlich zum großen Saufen versammeln.

Zebras im Etsoha Nationalpark

Zebras im Etsoha Nationalpark

Zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist Ihre Lodge oder Ihr Safari-Camp dann eine "Ruheoase vor dem Sturm". Sie schaukeln in der Hängematte und genießen die dramatisch  schönen Aussichten aufs Buschland, sitzen bei hervorragend zubereiteten Speisen im luftigen Restaurant, stöbern in den gut sortierten  hops und tauchen ein im Swimmingpool oder Ihrem privaten Minipool.

Kaum ist die Sonne unter den Horizont verschwunden, verwandelt  sich Ihre Ferienanlage in ein Szenario, in dem jeden Abend der gleiche spannende Film abläuft. Meist sind es nur wenige Schritte von  Ihrem Safari-Domizil bis zum mit Flutlicht erhellten Wasserloch, an dem Ihre private Wildlife-Show beginnt.

"Spotlight on!" Der Ranger wird zum Filmvorführer. An den Lichtmasten neben dem Wasserloch flammen Scheinwerfer auf und schon  die erste Szene ist ein Höhepunkt: Elefanten und Schwarznasenimpalas, Kudus und Zebras drängen sich dicht an der Tränke, die Elefanten   wälzen sich im Schlammbad, im Hintergrund streifen Schakale und Hyänen herum. "Still! Knurrt da nicht ein Löwe?" Auftritt des Königs  der Tiere.

Souverän bahnt er sich seinen Weg zum Wasser. Sie denken: Disney kann einpacken, gegenüber diesem Erlebnis - live und unter einem unglaublichen Sternenhimmel, nur getrennt durch eine Mauer und einen Drahtzaun. Wie gut, dass es Digicams mit Mammutspeicherchips gibt.

Erst früh am Morgen erlöschen die Scheinwerfer, nur noch der Mond blickt auf die letzten Besucher am Wasserloch - eine Herde Elefanten. Unbeweglich stehen die grauen Riesen im fahlen Licht - ein beinahe urzeitliches Bild.

Früh auf Pad: Kurz sind die Nächte in Etosha, denn Sie wollen ja schließlich auch Tiere in freier Wildbahn beobachten. Lange vor Sonnenaufgang schlagen die Türen der Jeeps und Landrover. Aufbruch zur Pirschfahrt im Morgengrauen, bevor in der Hitze des Tages sich das Wild an die Schattenplätze der Zwergbuschsavanne zurückzieht.

Der Park ist ohne Weiteres mit konventionellen Pkws zu befahren.  Sobald der erste Lichtstreifen am Horizont aufschimmert, werden die Parktore geöffnet: Piste frei zum Game Drive im wohl schönsten Nationalpark Afrikas.

Über bestens ausgebaute Erd- und Schotterpisten fahren Sie am Südrand der Salzpfanne entlang nach Okondeka, ein Löwentipp. Zebras trippeln zögerlich ans Wasser, Gnus und Springböcke beugen die Köpfe zum erfrischenden Nass hinunter. Nur keine goldbraune Mähne in Sicht.

Dann Bewegung unterm Akazienbusch. Eine Mähne kommt träge zum Vorschein. Der Löwe hat auf dem Hügel oberhalb der Tränke wohl ein Nickerchen gemacht. Knurrend verscheucht er die Herde Zebras, die sich - noch durstig - zurückzieht. Die Kameras surren und Sie haben Ihr Bild im Kasten!

Nach erfolgreicher Jagd setzen Sie sich zum Sundowner auf die Terrasse Ihrer Lodge und genießen den vielleicht schönsten Sonnenuntergang Ihres Lebens.

Quelle: Dertour on Tour Magazin

 

   
   
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