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Kitzbüheler Alpen - Tirol

Kitzbühel lockt jedes Jahr hunderte von Fans zum sog. Hahnenkamm-Rennen. Im Januar hört man dann wieder die Klagen: Kitzbühl sei zum Hahnenkamm einfach zu überfüllt, einfach viel zu voll und nicht mehr so ruhig wie früher.

Familiär statt teuer - die soziale Ader einer Region   
Kitzbühel hat einen neuen Trend entdeckt. Der Skiort Österreichs will weniger mondän und stattdessen mehr familiär werden. Gerade für Familien ist das Skifahren in den letzten Jahren in Österreich immer unerschwinglicher geworden. Was sicher eininge Promis stören dürfte, Kitzbühel öffnet seine Schlepplifte für den freien Gebrauch. Sie dürfen in der diesjährigen Skisaisson kostenlos benutzt werden. Von Pass Thurn bis nach Reith heißt es dann Skifahren für lau zwar nur bei den kleineren Liften und auch nich auf dem Hahnenkam - trotzdem dieses Angebot ist gerade für Kinder und Anfänger sehr attraktiv.   

Diese Strategie hat in "Kitz" inzwischen Programm. Zwar ist in dem Nobel-Skiort Österreichs traditionell der Luxus und der Jet-Set daheim. Doch die Skiregion will auch für andere Zielgruppen interessant werden und bemüht sich daher um alternative Vermarktungsstrategien - Otto-Normal-Skifahrer dürfte es freuen.   

Die Streif zieht an
  
Während des berühmten Hahnenkammrennens Ende Januar, ist es wieder soweit, Promis wohin man blickt und Partys, Partys, Partys. Das "Oktoberfest des Skibetriebs" lockte im letzten Jahr fast 60.000 Schaulustige und Skifans aus der ganzen Welt an. Kein Wunder eigentlich, denn es wartet auf die Urlauber nicht nur ein Partymaraton und die "Promijagd", sondern auch die gefährlichste und steilste Weltcup-Abfahrt der Welt - die sog. Streif. Jeder Semi-Profi bzw. jeder "Studienrat mit Schnee im Blut" möchte einmal im Leben dieses Stück Skigeschichte hinab ins Tal fahren.   "Kitz" ist aber nicht mehr der Schicki-Micki-Nobel-Skiort für die Elite oder die Reichen und Schönen, sondern Kitzbühel will auch der Skiort für die Familie und die Normalos dieser Welt sein bzw. bleiben. Der Plan hinter den Bemühungen der Kitz-Verantwortlichen ist klar: Man möchte nicht zum Flanierskiort verkommen, sondern will nach wie vor den Sport in den Mittelpunkt stellen. Über 100 Kilometer Piste, einer über 30 Kilometer langen "Skisafari" und mit der 85 % steilen Streif hat "Kitz" nicht gerade schlechte Karten im Vergleich mit anderen Skiorten.  

Überfülte Hütten und die Einsamkeit der "Offpiste"   
Neben dem gut ausgebauten Pistenangebot gibt es unendlich viele Angebote für sog. Freerider - Skifahrer, die jenseits der Piste den Skikick suchen. Am besten schnappt man sich einen der Kitzbühler Skilehrer, also einen sog. "Roten Teufel" und legt los. Der Spaß ist zwar nicht ganz billig - bis zu 300 Euro kann so ein Tag schon einmal kosten, aber das Geld ist für einen unvergesslichen Skispass gut angelegt. Ungeübte sollten zudem nicht auf eigenes Risiko losfahren.   Ein Freerider fährt entlang der Ackergrenzen, über eingeschneite Hüttendächer, auf Wanderwegen und Flurstraßen hinab ins Tal. Einsamkeit und Abenteuer sind dabei garantiert - die "Roten Teufel" helfen den Anfänger dabei die passende Strecke zu finden und das Risiko für Leib und Leben zu reduzieren. "Offpiste" ist für Skifans das ultimative Erlebnis - eine Mischung aus Tiefschnee, Langlauf und coolen Abfahrten schafft unvergessliche Erinnerungen.   

Wie die Eskimos
Wer es nicht so gefährlich, aber dennoch außergewöhnlich liebt, der ist im Iglu richtig. Diese Idee ist der letzte Schrei in Kitzbühel. In der Nähe des legendären Hahnenkamm stehen sie - die Iglus. Nicht nur Iglus stehen hier und laden den Urlauber zu einer eisigen Übernachtung ein, sondern ein ganzes Dorf - eine Schnee-Kirche, eine frostige Bar und unzählige Eis-Kunst-Objekte. Aber nicht nur solche Events machen Kitzbühel "normaler", sondern auch z.B. die neue 3S-Seilbahn, die im stolzen Rot die Skiregion Jochberg mit dem Pengelstein verbindet, macht "Kitz" für Sportler interessanter. Freilich will "Kitz" auch nicht auf die reiche Pelz-Promenier-Klientel verzichten und baute vor einigen Monaten das Mega-Luxus-Ski-Resort "A-rosa Kitzbühel" und auch das 5-Sterne-Monstrum "Weißes Roössl" hat seine Tore wieder weit für Promis und Milionäre geöffnet.

Quelle: NWP

   
   
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