Hilfreiche Informationen für Ihre Camperbuchung in den USA und Kanada
Land und Leute kennen lernen - intensiver als mit der "rollenden Ferienwohnung" geht es kaum. Fahren Sie auf den Traumstraßen Amerikas zu den schönsten Plätzen zwischen Kalifornien und Florida, Atlantik und Pazifik. Wählen Sie aus unserem großen Angebot das für Sie passende Fahrzeug aus. Genießen Sie Ihren Urlaub - auch dank der Sicherheiten, die Ihnen die bei ADAC Reisen in den Preisen eingeschlossenen hohen Versicherungsleistungen bieten.
1. FahrzeugtypAlle Campingfahrzeuge werden in Nordamerika "R.V." (Recreational Vehicle = Erholungsfahrzeug) genannt. Abweichungen in der Anordnung der Einrichtungsgegenstände und bezüglich der Maße sind möglich. Der beschriebene Komfort der Fahzeugtypen bleibt allerdings unberührt. Bedingt duch saisonale Engpässe können gleich- bzw. höherwertige Fahrzeugtypten ohne Aufpreis ausgeliefert werden. Evtl. Mehrkosten durch höheren Benzinverbrauch etc. gehen zu Lasten des Mieters. Die beschriebenen Fahrzeugmaße in Metern und Fuß gelten für die Länge von Stoßstange zu Stoßstange und für die Breite des Wohnteils (außen). Die Fuß-Angaben beziehen sich auf die Gesamtlänge des Fahrzeugs (1ft = 30,48cm). Die Mindestbelegung von 2 Personen pro Campmobil soll gewährleisten, dass eine Person z.B. beim Rückwärtsfahren die Einweisung übernehmen kann.
Motorhomes (USA und Kanada): Bieten ein Maximum an Komfort. Führerhaus und Wohnteil gehen ineinander über bzw. bilden eine Einheit. Eine Sitzmöglichkeit besteht auch während der Fahrt im Wohnraum. Einige Modelle verfügen über ein ausfahrbares Seitenteil (Slide-Out), mit dem man den Innenraum um ca. 60 cm verbreitern kann.
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Anmietstationen in USA und Kanada
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VAN (nur Kanada): Dies ist die typische europäische Campingbus-Wohneinheit. Als Campmobil umgebauter Lieferwagen mit erhöhtem Dach (Stehhöhe).
Pick-up-Camper (Alaska und Kanada): Kleine robuste Lastwagen (Trucks), auf die ein Wohnteil aufgesetzt ist. Es gibt keinen Durchgang zwischen Führerhaus und Wohnteil. Teilweise werden diese Fahrzeuge mit Dieselmotoren angeboten. Für Fahrten im Yukon und Alaska sind diese Fahrzeuge besonders geeignet. Sie müssen davon ausgehen, dass die Vermieter in der Regel nicht über einheitlich ausgestattete Fahrzeugflotten verfügen (innerhalb der jeweiligen Kategorie und je nach Modelljahr unterschiedlich).
2. Belegung
Sie sollten das Fahrzeug niemals maximal belegen. Es empfiehlt sich immer eine Kategorie größer zu buchen. Bedenken Sie, dass bei Reisen mit Kindern immer genügend Platz im Innenraum vorhanden sein sollte. Zwei Paaren ist zu empfehlen, lieber zwei kleinere oder mittlere Campmobile an Stelle eines Großen zu mieten.
3. Meilen-/Kilometerplanung
Bitte beachten Sie, dass bei der Anmietung des Campers in der Regel keine Meilen inklusive sind! Sie können sogenannte "Meilenpakete" hinzukaufen.
Die Planung sollte großzügig vorgenommen werden und dementsprechend genügend "Meilen- bzw. Kilometerpakete" bereits in Deutschland gebucht werden. Vor Ort werden diese Pakete nicht angeboten und die einzelnen Meilen/Kilometer sind teurer. Günstige Angebote für unbegrenzte Meilen/Kilometer gibt es von CanaDream, Cruise America, Cruise Canada, El Monte RV sowie beim "All-Inclusive" Angebot von Fraserway. Wir empfehlen pro Woche nicht mehr als ca. 1.400 bis 1.800 km (ca. 900-1.100 Meilen) zu fahren.
4. Übernahme/Rückgabe des Campmobils
Die Vermieter holen Sie nicht direkt vom Flughafen, sondern nur vom Hotel ab. Die Übernahme kann nicht direkt nach der Ankunft erfolgen. Daher muss eine Hotelübernachtung am Anreisetag gebucht werden. Sollten Sie am Samstag oder vor einem Feiertag ankommen, raten wir zu einer zweiten Übernachtung. Wenn Sie vor 14 Uhr zurückfliegen, muss das Fahrzeug am Vortag abgegeben werden. Auch hier wird eine weitere Übernachtung notwendig.
Führerschein:
Jeder Fahrer muss im Besitz eines auf seinen Namen ausgestellten, gültigen nationalen Führerscheins sein (Klasse 3 bzw. B). Die zusätzliche Mitnahme eines internationalen Führerscheins ist empfehlenswert.
5. Kaution
Bei Fahrzeugübernahme muss eine Kaution per Kreditkarte hinterlegt werden. Der Betrag kann sofort abgebucht und erst nach Fahrzeugrückgabe gutgeschrieben werden. Eventuelle Kursschwankungen gehen zu Lasten des Kreditkarteninhabers.
6. Fahrzeugausstattung
Mit 6- bis 10-Zylinder-Motoren, Automatikgetriebe, Radio, Servolenkung und -bremsen. Küche mit Kühlschrank, Propangasherd, Edelstahlspüle, Propangasheizung, Spül-WC, Dusche, Fenster mit Fliegengittern, Dachklappe für Belüftung. Wassertank mit Füllvorrichtung, Propangastanks und Anschlusskabel für Außenstrom am Campingplatz. Campingstühle sind bei den meisten Mietstationen gegen Gebühr je nach Verfügbarkeit erhältlich (meist nicht bei Einwegmieten). Kindersitze können bei der Buchung als unverbindlicher Wunsch weitergegeben werden. Eine Bestätigung erfolgt jedoch nicht (Kindersitze bei Cruise America/Cruise Canada, El Monte RV und Road Bear nicht vorhanden).
Die in den Fahrzeugbeschreibungen angegenene Dach-Klimaanlage (Roof-Air) kann auf Campingplätzen mit Stromanschluss betrieben werden, jedoch nicht während der Fahrt. Verschiedene Fahrzeuge verfügen über einen Generator, mit dem die Klimaanlage unabhängig vom Außenstrom betrieben werden kann. Ein Fahrzeug mit Generator ist bei vielen Vermietern gegen Aufpreis verfügbar. Eine weitere Klimaanlage (Dash-Air) ist am Armaturenbrett im Führerhaus bei allen Typen vorhanden. Diese funktioniert nur während der Fahrt bzw. bei laufendem Motor.
7. Campingausstattung
Auch "Convenience Kit" genannt, ist im Mietpreis meist nicht eingeschlossen und kann vor Ort gegen eine Gebühr angemietet werden. Berechnung pro Person und pro Fahrzeug. Die Ausstattung besteht in der Regel aus Geschirr, Besteck, Töpfen, Küchenzubehör, Anzünder, Besen, Eimer, Bettwäsche (Laken, Decken oder Schlafsäcken und Kissen) und Handtüchern. Camping-Stühle sind nicht Teil dieser Ausstattung (Ausnahme Fraserway).
8. Nebenkosten
Benzin ist im Mietpreis nicht enthalten. Aktuelle Preise finden Sie unter www.gasbuddy.com. Alle Verbrauchsangaben sind Erfahrungswerte und sind abhängig von Fahrweise und Fahrgebieten. Auch der Generator wird mit Benzin betrieben und erhöht den Verbrauch zusätzlich.
Nicht eingeschlossen sind ferner Kosten für
- Motoröl
- Propangas (USA 1 Liter ca. USD1,00-1,50; in Canada CAD 0,80-1,00)
- evtl. Kosten für Zusatzversicherungen
- Gebühren für Einwegmieten
- Camping-Ausstattung
- Kindersitze
- Endreinigung
- Straßenzölle: Speziell im Nordosten der USA und Florida gibt es sehr viele gebührenpflichtige Straßen. Meist handelt es sich nur um kleine Beträge, die passend gezahlt werden müssen. Deshalb sollte der Fahrer immer Kleingeld bereithalten (Münzen und Scheine). Brücken sind ebenfalls fast immer gebührenpflichtig. Gebühren werden meist nur "stadteinwärts" verlangt.
- Campingplatzgebühren
- Mahlzeiten
9. Strom
Wenn sich Ihre Elektrogeräte auf 110 Volt umstellen lassen, können Sie diese problemlos über den Generator oder das Stromnetz auf Ihrem Campingplatz betreiben. Voraussetzung ist ein Adapter, den Sie sich vor Reisebeginn in Deutschland besorgen sollten.
10. Erlaubte Fahrgebiete
Ihr Campmobil ist für die gesamte USA und ganz Kanada zugelassen, gleichgültig, wo die Reise beginnt. Es gibt jedoch bestimmte Gegenden (z.B. Death Valley im Sommer), Länder, Städte (z.B. New York) und Straßen, die grundsätzlich nicht mit einem Wohnmobil befahren werden dürfen. Infos zur Mexiko-Einreise und eventuell ausgenommene Fahrgebiete entnehmen Sie bitte diesen Tabellen:
Wichtig: Bleifreies Benzin ist in Mexiko nicht immer flächendeckend vorhanden.
11. Campingplätze
Preiswerte staatliche Campingplätze (National Campgrounds) liegen oft landschaftlich besonders reizvoll, meist mit Feuerstelle, Picknick-Tisch und -Bank. Standgebühr USD/CAD 15-25 pro Fahrzeug und Nacht. Die in Privatinitiative betriebenen Plätze sind zwar auf engerem Raum angelegt, bieten jedoch mehr Komfort: Tisch, Bänke, eigener Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss, Duschen, WC, Wasch- und Trockenautomaten sowie kleine Läden. Standgebühr pro Nacht ca. USD/CAD 30-50 je Fahrzeug. Im Herbst und Frühjahr können Campingplätze geschlossen sein. In einigen abgelegenen Regionen (z.B. Rocky Mountains) öffnen die Campingplätze je nach Wetter- bzw. Schneelage erst im Mai/Juni. Eine Vorausreservierung ist vor allem in und in der Nähe der Nationalparks sehr empfehlenswert.
Full-Hook-Up:
Damit werden die Anschlüsse für Frischwasser, Abwasser und Strom auf dem Campingplatz bezeichnet. Sogenannte "Semi-Serviced Campsites" verfügen nur über einen Teil dieser Anschlüsse. Sollte der Campingplatz keine Full-Hook-Up Stellplätze anbieten, ist in der Regel die Ver- und Entsorgung mit Wasser bzw. von Abwasser an sog. Dump-Stations geregelt.
12. Vorgehensweise im Schadensfall
Im Schadensfall müssen vor Ort folgende Punkte unbedingt eingehalten werden:
- umgehend die Mietstation benachrichtigen
- sofern ein Unfallgegner beteiligt ist, die Polizei rufen und einen Polizeibericht erstellen lassen
- bei der Fahrzeugrückgabe einen Schadensbericht von der Mietstation erstellen und unterschreiben lassen
- eine Endabrechnung der Schadensabwicklung verlangen, die aber ggf. erst nach Ihrer Abreise erstellt werden kann
Bitte informieren Sie im Versicherungsfall umgehend den Versicherer ARISA Assurances S.A. und senden Sie folgende Unterlagen zur Erstattung der Selbstbeteiligung an reiseversicherungen@arisa-assur.com
- Schadens- und Polizeibericht
- eine Kopie des Mietvertrages
- Zahlungsnachweis der Kaution (Quittung des Vermietpartners)
- Endabrechnung der Schadensabwicklung
- ADAC Reisen Reservierungsnummer und Reisebestätigung
Die Unterlagen müssen vollständig eingereicht werden, sonst ist eine Abwicklung nicht möglich.
WICHTIG: Schließen Sie vor Ort keine Versicherung zum Ausschluss der Selbstbeteiligung ab, da diese bereits im Reisepreis eingeschlossen ist.
Im Nordamerika Special finden Sie Camper und weitere Angebote in den USA und Kanada